Intels Geschäfte laufen deutlich besser als erwartet
Im Zuge des Verfahrens um den Missbrauch seiner marktführenden Stellung wurde Intel zu einer Strafe von 1,45 Milliarden Dollar verurteilt. Diese verbuchte das Unternehmen komplett in den Bilanzen des letzten Quartals, was letztlich zu einem Verlust von 398 Millionen Dollar führte.
Beachtet man diesen Sonderposten nicht, erreichte der Konzern einen Überschuss von rund 1 Milliarde Dollar oder 18 Cent pro Aktie. Die Analysten an der Wall Street hatten wegen der Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise maximal mit 8 Cent pro Aktie gerechnet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde ein Gewinn von 1,6 Milliarden Dollar ausgewiesen.
Der Umsatz lag erwartungsgemäß deutlich niedriger als noch vor einem Jahr. 8 Milliarden Dollar nahm Intel laut seinen Bilanzen ein, 9,5 Milliarden Dollar waren es im Vergleichzeitraum. Im Vergleich zum vorhergehenden Jahresviertel kletterte der Umsatz mit Atom-Prozessoren allerdings um 65 Prozent auf 362 Millionen Dollar, was den Chip bereits zu einem wesentlichen Träger von Intels Geschäft macht.
Der Umsatzrückgang ist laut Intel-Chef Paul Otellini vor allem auf einen geringen PC-Absatz im Unternehmensumfeld zurückzuführen. Die knappen Budgets in der Krise sorgten dafür, dass viele Investitionen in neue Rechner zurückgestellt wurden. Er rechnet zwar damit, dass die Verfügbarkeit von Windows 7 noch in diesem Jahr zu einem leichten Anstieg der Verkäufe im Privatkundensegment führen wird, bei Firmen werden wohl aber erst im kommenden Jahr umfangreichere Neuerwerbungen stattfinden.
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