Schwedische Piratenpartei schafft's ins EU-Parlament

Recht, Politik & EU Bei der gestrigen Wahl zum Europaparlament konnte die schwedische Piratenpartei 7,1 Prozent der Stimmen für sich verbuchen. Das reicht aus, um einen Abgeordneten in das EU-Parlament zu schicken, berichten schwedische Medien. In der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen konnte die Partei 19 Prozent aller Stimmen gewinnen. Insgesamt sendet Schweden 18 Abgeordnete in das EU-Parlament. Wie auch bei der letzten Wahl konnten die oppositionellen Sozialdemokraten den größten Teil der Wähler überzeugen (25,1 Prozent). Es folgen die Konservativen mit 18,5 Prozent. Nach der Piratenpartei konnten die Grünen das größte Plus verzeichnen - sie steigerten sich um 5,5 Prozent auf 11,5 Prozent.

Die schwedische Piratenpartei fordert in ihrem Wahlprogramm ein reformiertes Urheberrecht sowie eine Demokratisierung der Eu. Der Spitzenkandidat Christian Engström hatte angekündigt, lediglich zu eigenen Fragen Stellung beziehen zu wollen. Zu allen anderen politischen Streitfragen will man sich nicht äußern.

Die Piratenpartei hatte nach der Verurteilung der vier Verantwortlichen des Torrent-Portals "The Pirate Bay" noch einmal Zulauf bekommen. In Deutschland war die Piratenpartei weniger erfolgreich. Hier kam sie lediglich auf 0,9 Prozent. In größeren Städten wie Bremen und Frankfurt erreichte sie über ein Prozent.

Weitere Informationen: Vorläufige Ergebnisse der Europawahlen 2009
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