Studie: Immer weniger Netbooks kommen mit Linux

Betriebssysteme Zu Beginn des Netbook-Booms lieferten die meisten Hersteller ihre Geräte mit Linux aus, was dem Open Source-Betriebssystem einen beachtlichen Marktanteil im Bereich der Mini-Notebooks einbrachte. Eine aktuelle Studie der Marktforscher von Ovum zeigt nun, dass der Marktanteil von Linux bei Netbooks immer weiter sinkt. "Nach einem guten Start, wurden Linux-Netbooks mittlerweile von Netbooks mit Windows überholt", so Laurent Lachal, Open Source Research Director bei Ovum.

Auch wenn die Verkaufszahlen von Linux-Netbooks mittlerweile deutlich gesunken sind, gilt der Netbook-Markt laut Lachal für das Open Source-Betriebssystem als einziger Lichtblick. "Verglichen damit, wie sich Linux auf Desktop-PCs schlägt, ist der Marktanteil des Betriebssystems bei Netbooks außerordentlich gut", erklärte er.

Mit dieser Meinung sind die Marktforscher von Ovum nicht alleine - auch deren Kollegen der NPD Group haben erst vor Kurzem festgestellt, dass mittlerweile 90 Prozent aller neuen Netbooks mit Windows ausgeliefert werden. Eine Chance für Linux sehen sie jedoch im Nischenmarkt für noch schwächere und günstigere Netbooks.

Dort sollen jedoch weniger die herkömmlichen Distributionen wie Ubuntu und Co. zum Einsatz kommen, sondern das ebenfalls auf Linux basierende Google-Betriebssystem Android, sind sich die Marktforscher einig. Der Computer-Hersteller ASUS arbeitet aktuell bereits an einem Netbook auf Android-Basis (wir berichteten.).
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