Speicherchip-Hersteller Qimonda ist endgültig pleite
Weltweit beschäftigt die Infineon-Tochter 12.000 Beschäftigte, in Deutschland sind es rund 4.600. Im Mai 2006 wurde die Firma gegründet. Infineon gliederte damals seine Speichersparte aus, um sich nicht länger dem hohen Risiko der starken Schwankungen in dem Markt auszusetzen.
Besonders gut ging es Qimonda nie. Der letzte massive Preisverfall bei DRAM-Chips ließ die Finanzgrundlage nun allerdings komplett kollabieren. Allerdings hofft Firmenchef Kin Wah Loh noch darauf, im laufenden Insolvenzverfahren die begonnene Sanierung fortführen zu können und den Hersteller doch noch zu retten.
Hilfsangebote dafür gibt es schon seit einiger Zeit von verschiedenen Seiten. So haben das Bundesland Sachsen, die Regierung Portugals und der Mutterkonzern bereits 325 Millionen Euro zugesagt. Auch eine zusätzliche Bürgschaft von Bund und Ländern in Höhe von weiteren 280 Millionen Euro ist im Gespräch.
Wie realistisch eine Stabilisierung jedoch ist, lässt sich - auch nach Ansicht des Insolvenzverwalters - derzeit noch nicht abschätzen. Immerhin fuhr das Unternehmen zuletzt höhere Verluste ein, als Umsatz erwirtschaftet wurde.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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