Voll gepatchtes Windows anfällig für Trojaner-Angriff

Sicherheitslücken Der Sicherheitsdienstleister McAfee warnt vor einem Trojaner, der eine bisher unbekannte Schwachstelle in Microsofts Browser Internet Explorer 7 ausnutzt. Aus China wurden zuvor zahlreiche Infektionen gemeldet. Nach Angaben der Sicherheitsspezialisten Geok Meng Ong und Xiaobo Chen sind auch Systeme betroffen, bei denen die jüngsten Sicherheitsupdates von Microsoft bereits installiert wurden. Es handelt sich um einen aktiven Exploit, der mittels Schadcode den schon seit 2005 bekannten Trojaner Downloader-AZN installiert.

Die Ursache der Schwachstelle ist eine fehlerhafte Verarbeitung bestimmter XML-Tags im Internet Explorer 7, über die auf freigegebenen Speicher in der Dienstebibliothek MSHTML.dll zugegriffen werden kann. Diese ist Teil der Rendering-Engine Trident, die der Browser für die Darstellung von Webseiten verwendet.

McAfee zufolge sind wie erwähnt auch Windows XP mit Service Pack 3 und Windows Vista mit Service Pack 1 anfällig. Der Sicherheitsdienstleister hat die Signaturen seiner AntiVirus-Lösungen bereits entsprechend aktualisiert, warnt aber ausdrücklich vor möglichen weiteren Varianten des Trojaners.

Außerdem sollen die gefährlichen Web-Skripte, über die der Trojaner auf der Festplatte der Anwender landen kann, erkannt und unschädlich gemacht werden. Downloader-AZN verändert die Konfiguration des PCs und lädt weitere Schadsoftware nach. Das gestern Abend von Microsoft veröffentlichte kumulative Update MS08-73 für den Internet Explorer 6 und 7 schließt die Schwachstelle nicht.
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