USA sollen Rettungspaket für Musikindustrie schnüren
Angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Probleme, die sich vor allem in den USA besonders offen zeigen, kommt von einem Vertreter der Musikindustrie nun die ungewöhnliche Forderung nach Unterstützung durch die US-Regierung.
Tommy Silverman, einer der Direktoren der American Association of Independent Music (A2IM) forderte die US-Regierung auf, sowohl die vier großen Musikkonzerne, als auch die zahllosen kleineren Labels mit Milliardensummen zu unterstützen.
Die Musikfirmen müssten ebenfalls zu den Empfängern der Gelder auf den Rettungsfonds der Regierung gehören - schließlich käme ihnen eine tragende Rolle im Blick auf die "nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten zu. Rock 'n Roll habe letztlich mehr für den Fall der Sowjetunion getan als die CIA, so Silvermans Argumentation.
So wie die US-Regierung verhindert habe, dass eine Firma aus dem arabischen Dubai den Schutz der amerikanischen Häfen übernimmt, müsste der Staat nun auch verhindern, dass die Musik immer mehr unter ausländische Kontrolle gerät. Als eine der nötigen Maßnahmen nennt er den Rückkauf der Rechte an den Werken von Elvis Presley aus Japan.
Silverman forderte weiterhin, dass die US-Regierung der Musikindustrie Kreditsicherheit geben müsse, damit die Firmen sich angesichts neuer Technologien neu ausrichten können. Über fünf Jahre soll der Staat den Labels ein Kreditpaket von 25 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen.
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