AMD gründet Vertragsfertiger - Bankrott abgewendet
Gegenüber verschiedenen Medien wurde inzwischen von informierten Quellen bestätigt, dass AMD seine Pläne für die Trennung von Fertigung und Entwicklung mitteilen wird. Diese so genannte "Asset Smart" Strategie soll dem Unternehmen wieder die nötige Handlungsfreiheit geben, welche es in der letzten Zeit aufgrund finanziellen Drucks eingebüßt hatte.
Das arabische Emirat Abu Dhabi spielt bei den Plänen des zweitgrößten CPU-Herstellers der Welt nach Angaben des US-Wirtschaftsdienstes Bloomberg eine wichtige Rolle. Wie AMD Bloomberg gegenüber bestätigte, wird der Staatsfonds Mubadala Investment für 700 Millionen US-Dollar Anteile an einem neuen Unternehmen namens Foundry Co. erwerben, das die zwei bestehenden AMD-Werke in Deutschland und die im US-Bundesstaat New York geplante neue Produktionsstätte führen soll.
Diese Firma übernimmt den Angaben zufolge auch einen Teil der Außenstände von AMD in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig investiert Abu Dhabi 6 Milliarden US-Dollar, um die Fertigung auszubauen. Weitere 1,4 Milliarden US-Dollar sollen die Handlungsfähigkeit des neuen Unternehmens sicherstellen.
Das Emirat stockt zudem seinen Anteil an AMD von derzeit 8,1 auf dann 19,3 Prozent auf, wofür man weitere 314 Millionen US-Dollar zahlt. Durch die Aufspaltung und die massiven Investitionen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wird AMD nun zu einem Chiphersteller ohne eigene Werke, was auch als "fabless" bezeichnet wird.
Zwar hat man nun weniger Kontrolle über die ehemals eigenen Werke, doch der drohende Bankrott kann so abgewendet werden. Die neue Foundry Co. wird nicht nur für AMD tätig sein. Sie soll zwar die AMD-Prozessoren fertigen, wird aber gleichzeitig zu einem Vertragsfertiger, der auch für andere Chipschmieden tätig sein kann.
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