The Pirate Bay legt sich mit Olympischem Komitee an

Filesharing Die Betreiber des größten BitTorrent-Trackers der Welt The Pirate Bay legen sich mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) an. Hintergrund ist die Verfügbarkeit von Aufnahmen von den Olympischen Spielen über den Tracker. Das IOC hat in einem Brief an die schwedische Justizministerin Unterstützung beim Kampf gegen die illegale Verbreitung von Olympia-Inhalten über The Pirate Bay gefordert. Die schwedische Regierung soll helfen, die Veröffentlichung von Olympia-Clips über den Tracker zu verhindern.

Nach Angaben des schwedischen Justizministeriums geht es vor allem um Filmaufnahmen von der Eröffnungszeremonie, die bereits mehrere Millionen Mal illegal heruntergeladen worden sein sollen. Inzwischen sind auch Film-Clips von verschiedenen Wettbewerben verfügbar, die allerdings nicht so stark nachgefragt werden.

Warum sich das IOC mit seinen Forderungen direkt an die schwedische Regierung wendet ist angesichts der Haltung der Betreiber von The Pirate Bay gegenüber den Ansprüchen von Rechteinhabern wenig verwunderlich. Per Sunde, Mitgründer des Trackers, erklärte gegenüber TorrentFreak, dass eine Bitte des IOC um die Löschung der Olympia-Torrents ohne hin aussichtslos geblieben wäre.

Gleichzeitig kündigte er aber weitere Maßnahmen an, um die Urheberrechte des IOC und seiner Partner zu untergraben. Eigentlich habe man Olympia ja ignorieren wollen, doch nun gehe es erst recht los. Ein erstes Anzeichen dafür gibt es bereits, hat man den Tracker doch kurzfristig in "The Beijing Bay" umbenannt.

Das Logo von "The Beijing Bay" linkt zudem auf die Suchanfrage "give us the gold", der sich auf einen Vorfall aus der letzten Woche bezieht. Damals hatte ein schwedischer Ringer seine Bronze-Medaille weggeworfen, nachdem er aufgrund eines angeblichen Fehlers der Wettbewerbsrichter nicht Gold gewonnen hatte.
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