Musiker: Universal bereichert sich an Downloads

Recht, Politik & EU Das Major Label Universal Music wurde von einer bei ihm unter Vertrag stehenden Band verklagt. Der Vorwurf: Das Unternehmen weigere sich, die vereinbarte Vergütung für Verkäufe von CDs und Downloads auszuzahlen. Die Allman Brothers Band verlangt insgesamt eine Nachzahlung in Höhe von 10 Millionen Dollar. Streitpunkt sind dabei Aufnahmen aus den Jahren 1969 bis 1980, als die Band noch bei Capricorn Records unter Vertrag stand. Dessen Mutter Polygram wurde vor einiger Zeit von Universal übernommen.

Laut der Klageschrift hatten die Musiker bereits 1985 mit dem Label vereinbart, dass die Band eine Gewinnbeteiligung von 50 Prozent für alle Verkäufe von Drittanbietern erhält, an die ihre Musik zur Weiterverwertung lizenziert wurde. Darunter falle beispielsweise der Vertrieb über Apples iTunes Store.

Universal zahle hierfür aber lediglich einen deutlich kleineren Betrag aus. Mit der Abgabe der lange existierenden Masters an Apple gehe das Musikunternehmen kein unternehmerisches Risiko, generiert aber jährlich Millionenschwere Gewinne, beklagen die Musiker.

Man habe sich für eine Klage entschieden, weil Universal bisher auf dem Verhandlungsweg keine Einsicht zeigte. Auch Gespräche über eine Neugestaltung der alten Verträge, in denen Tantiemen für neue Vertriebswege wie über Download-Plattformen oder Klingeltöne klar geregelt werden, hätte der Konzern abgelehnt.
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