MinSafe / Redhawk: Neues aus der Windows-Zukunft
"Midori" wird gemeinhin als Ansatz für ein grundlegend neues Betriebssystem gehandelt. Wann es auf den Markt kommen könnte, ist noch vollkommen unklar, sicher scheint jedoch, dass es noch einige Windows-Generationen dauern wird. "Redhawk" und "MinSafe" sollen jedoch den Weg für "Midori" ebnen.
Dies berichtet Microsoft-Spezialistin Mary Jo Foley in ihrem Weblog. Ihren Angaben zufolge arbeitet die Developer Division von Microsoft unter dem Codenamen "Redhawk" an neuen Projekten für so genannten Managed Code, der in einer Virtuellen Maschine laufen soll, anders als Unmanaged Code, der direkt von der CPU des Rechners ausgeführt wird.
Unter dem Codenamen "MinSafe" soll sich die Windows-Abteilung mit der gleichen Problematik befassen. In beiden Fällen soll eine neue Umgebung für die Ausführung von Managed Code entstehen. Diese soll letztlich leichtgewichtiger daher kommen und für Entwickler attraktiver sein, die der Meinung sind, die Common Language Runtime (CLR) des .NET Framework sei zu aufgeblasen.
Mit "Redhawk" soll angeblich unter anderem ein neuer Back-End-Compiler und eine neue Runtime Einzug halten, die im Vergleich zur CLR des .NET Framework auf ihre grundlegenden Funktionen reduziert wurden. Grundsätzlich will man sich dabei nicht von Sorgen über Abwärtskompatibilität ausbremsen lassen, so Foley weiter.
Die ersten Ergebnisse der Arbeiten an "Redhawk" und "MinSafe" könnten ihren Angaben zufolge bereits in "Windows 8" enthalten sein, das derzeit in den Jahren 2011/2012 erwartet wird. Es handelt sich aber um Projekte, die unabhängig von der Windows-Entwicklung laufen. Weder "Midori", noch "Redhawk" und "MinSafe" sollten deshalb als neue Windows-Versionen missverstanden werden, sondern schaffen viel mehr die Grundlage für neue Ausgaben.
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