EU: 55 Millionen Euro für Jugendschutz im Internet
Etwa die Hälfte des Betrages wird den Angaben zufolge in Aufklärungskampagnen fließen, die sich an Eltern richten. Diese müssten stärker in den Prozess einbezogen werden, sagte Vasko Simoniti, Kulturminister Sloweniens und Ratspräsident. Bisher sei ihr Wissen über die Aktivitäten ihrer Kinder im Internet und mit dem Handy zu gering.
Auch an den Schulen will die EU vermehrt zu diesem Thema aktiv werden. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Medienkompetenz im Rahmen des Unterrichts.
Die EU kündigte außerdem Investitionen in Meldestellen für jugendgefährdende Inhalte an. Von hier aus soll verstärkt auf Anbieter und Internet-Provider eingewirkt werden, Jugendschutz-Systeme in ihre Infrastrukturen zu integrieren.
Der deutsche Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) will auch Internet-Angebote stärker fördern, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richten. Diese sollen letztlich einen geschlossenen Raum bilden, zu dem Filtersysteme Zugang gewähren können und in denen Inhalte für verschiedene Altersgruppen abrufbar sind.
Ziel dabei sei es, dass Interesse der Kinder am Internet zu erhalten und ihnen die Unterscheidung von nützlichen und gefährlichen Inhalten nahezubringen. "Computer und Internet haben große Vorteile im Hinblick auf die Vernetzung und die Bildung. Damit kann man gar nicht früh genug anfangen", sagte Neumann.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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