'100-Dollar-Laptop'-Oberfläche bald für EeePC & Co

Andere Betriebssysteme Bei dem so genannten "100-Dollar-Laptop" kommt eine spezielle Benutzeroberfläche auf Basis von Linux zum Einsatz. Dieses "Sugar" genannte Interface verfügt über eine Reihe besonderer Funktionen, die ursprünglich speziell für den Lern-Laptop entwickelt wurden. Bald soll die Oberfläche aber nicht mehr nur auf dem "100-Dollar-Laptop" zum Einsatz kommen, sondern auch auf diversen anderen Notebooks bzw. Bildungs-Computern. Hintergrund ist die Gründung einer Non-Profit-Organisation, die sich die plattformunabhängige Weiterentwicklung von "Sugar" zum Ziel gesetzt hat.

Sugar-Interface: Für Kinder angepasst & leicht zu bedienen

Gründer ist Walter Bender, der ursprünglich in leitender Position für das One Laptop per Child (OLPC) Projekt tätig war, das hinter dem "XO" getauften "100-Dollar-Laptop" steht. Die nun gegründeten Sugar Labs sollen außenstehenden Programmierern die Entwicklung von Anwendungen für das Interface und Hardwareherstellern dessen Verwendung auf ihren Geräten ermöglichen.

Bender und seine Mitstreiter wollen bei ihrer Arbeit an den Prinzipien der Open-Source-Entwicklung festhalten. Durch offene Entwicklungsprozesse soll Software zu Bildungszwecken entstehen, die Regierungen, Behörden und Schulen viel Auswahl bieten kann. Als eines der ersten Geräte, auf denen "Sugar" künftig ebenfalls einsetzbar sein soll, wird der ASUS EeePC genannt.

Walter Bender hatte sich im April vom OLPC-Projekt getrennt, weil er die Nicholas Negroponte, dem Gründer der Organisation, angestrebte Zusammenarbeit mit Microsoft zur Installation von Windows XP auf dem "100-Dollar-Laptop" ablehnt. Negroponte hat eine Portierung von "Sugar" auf Windows angekündigt, ob Bender und Kollegen diese Aufgabe übernehmen sollen, ist unklar.
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