Neue EU-Beschwerde gegen Microsoft wegen OOXML

Microsoft Bereits im Oktober 2007 hat die nationale Schulbehörde Englands (BECTA) eine Beschwerde gegen Microsoft bei der britischen Handelsbehörde eingelegt. Grund waren angeblich wettbewerbswidrige Praktiken des Redmonder Unternehmens. Man kritisierte Microsoft dabei unter anderem für unfaire Lizenzierungsmodelle für Schulen, sowie eine unzureichende Kompatibilität der Microsoft-Produkte im Zusammenspiel mit Dateiformaten anderer Hersteller. Wie nun bekannt wurde, hat die BECTA ihre Beschwerde erneuert und an die EU-Kommission weitergeleitet.

Die Beschwerde der BECTA kommt nur wenige Tage, nachdem Microsoft angekündigt hat, gegen die Rekordstrafe der EU-Kommission in Höhe von 899 Millionen Euro in Berufung zu gehen. Dieses Bußgeld wurde erhoben, da Microsoft Informationen über die Schnittstellen seiner Produkte nur spärlich und unvollständig offenlegte.

Bereits seit Januar läuft zudem eine Untersuchung der EU-Kommission gegen Microsoft, in der man feststellen möchte, ob das Dokumentenformat Office Open XML (OOXML), welches von Microsoft entwickelt wurde, ausreichend kompatibel zu den Produkten der Konkurrenz ist.
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