Sony: 11-Zoll-Display in der Dicke von Fotopapier

Monitore & Displays Der japanische Elektronikkonzern Sony hat ein neues Display vorgestellt, dass die Dicke von Fotopapier aufweist. Auf der Branchenmesse Display 2008 in Tokio zeigte der Hersteller das Modell auf Basis der Organic Light-Emitting Diode (OLED)-Technologie. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 11 Zoll. In dieser Größenordnung konnte Sony bisher nur Panels mit 1,4 Millimetern Dicke vorweisen. Diese verbaut das Unternehmen in seinen OLED-Fernsehern, die zur Zeit noch fast 2.000 Dollar kosten.

Mit einer Auflösung von 1080p ist das neue Display für die Wiedergabe von HD-Inhalten geeignet. Das Kontrastverhältnis soll bei rund 1 Million zu 1 liegen. Die Reaktionszeiten seien deutlich schneller als bei herkömmlichen Displays auf LCD- oder Plasma-Basis.

Einen Termin für die Markteinführung von Bildschirmen, in denen das neue Panel eingesetzt werden soll, gibt es derzeit noch nicht. Auch Preise gab Sony noch nicht bekannt.

Die OLED-Technologie kommt bisher nur bei Geräten mit relativ kleinen Displays wie Handys zum Einsatz. Die einzelnen Pixel bestehen aus organischen Polymeren, die bei angelegter Spannung selbst Licht abgeben. Eine Hintergrundbeleuchtung wie bei LCDs ist so unnötig. Ein Problem ist derzeit noch die vergleichsweise kurze Lebensdauer mancher Bauelemente.
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