Indonesien: Unmoralische Inhalte im Web verboten
Wie die britische Ausgabe der "Financial Times" berichtet, hat die Regierung Indonesiens ein weitrechendes Gesetz verabschiedet, welches zum einen die Produktion und zum anderen das Abrufen von "unmoralischen Inhalten" im Netz unter Verbot stellt.
In einer Demokratie sorgt eine derartige Zensur natürlich für viel Kritik. So werfen die Gegner des Gesetzes der Regierung vor, den Begriff "Pornografie" ungenau definiert zu haben und befürchten nun das Aus für bestimmte Ausdrucksformen im Kunstbereich.
"Wir müssen unsere Nation beschützen, besonders die jüngere Generation", so Muhammad Nuh, Informationsminister der indonesischen Regierung als Antwort auf die Kritik. So werden durch das Gesetz nicht nur pornografische Inhalte, sondern auch Online-Glückspiel, sowie bedrohliche Inhalte verboten.
Wie die "Financial Times" berichtet, drohen im Falle der Nichteinhaltung bis zu zwölf Jahre Gefängnis, sowie ein Bußgeld in Höhe von einer Milliarde Rupiah (70.000 Euro). Arndt Joachim Nagel von der IT Recht Kanzlei gibt für deutsche Nutzer jedoch Entwarnung. "Ein derartiges Gesetz wäre in Deutschland nicht umsetzbar."
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