Intel stellt neue High-End-Plattform "Skulltrail" vor
Die neue Plattform basiert auf einem speziellen Mainboard mit der Bezeichnung D5400XS, das über zwei LGA771-Sockel verfügt. Intel verbaut dazu die Workstation-Northbridge 5400 MCH und die Southbridge 6321ESB ICH. Dies ermöglicht vier PCI-Express x16 Slots und vier Steckplätze für insgesamt bis zu 16 Gigabyte FB-DIMM-Arbeitsspeicher.
Darüber hinaus bietet das D5400XS Neben Acht-Kanal-Audio mit Dolby Home Theater Unterstützung auch die Möglichkeit, mehrere Grafikkarten von ATI und Nvidia im Verbund zu betreiben. Hinzu kommt eine fast unüberschaubare Anzahl von Anschlussmöglichkeiten.
So sind 10 USB- und zwei Firewire-Anschlüsse ebenso vorhanden, wie insgesamt sechs Ports für SATA-II-Festplatten, zwei eSATA-Anschlüsse, ein ATA-Steckplatz und ein Gigabit-Ethernet-Anschluss. Ein Problem dürfte allerdings die wahrscheinlich beschränkte SLI-Funktionalität des Mainboards sein.
Zum einen lassen sich aufgrund bestimmter Vorgaben von Nvidia laut Medienberichten nur PCI-Express 1.1 Grafikkarten mit voller Bandbreite betreiben, zum anderen will der Grafikkartenhersteller offenbar keine Unterstützung für den Betrieb von vier Karten im Verbund bieten. ATI stellt offenbar keine derartigen Anforderungen.
"Skulltrail" dürfte insgesamt nur wenige Käufer finden, so die Einschätzung von Martkbeobachtern. So lassen sich deutlich günstigere Systeme mit ähnlichen Leistungswerten auf Basis herkömmlicher Desktop-Plattformen, -Prozessoren und DDR2-/DDR3-Arbeitsspeicher bauen. Die neue High-End-Plattform dürfte also wirklich nur im Workstation-Markt ein Chance haben.
Vor allem die Möglichkeit, zwei vierkernige Prozessoren auf einem Mainboard zu vereinen, dürfte in diesem Bereich attraktiv sein. Bisher würden die acht Rechenkerne im Desktop-Segment kaum effektiv genutzt, bei Workstations ist dies schon deutlich wahrscheinlicher.
Für Privatanwender dürfte "Skulltrail" kaum erschwinglich sein. So werden das Mainboard, die dazugehörigen Core 2 Extreme QX9775 mit jeweils 3,2 Gigahertz und der spezielle Arbeitsspeicher zusammen weit über 4000 Euro kosten. In Sachen Leistung stellt die neue Plattform vorerst zweifelsohne das höchste der Gefühle dar.
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