Französische Polizei ersetzt Windows durch Ubuntu
Schon 2005 begann bei der Gendarmerie der Wechsel zu freien Produkten, weg von proprietären Anwendungen, wie sie auch von Microsoft angeboten werden. Damals führte man zunächst OpenOffice ein, 2006 wurde dann auf den freien Web-Browser Firefox gewechselt.
Jetzt stellt die Gendarmerie auch 70.000 Desktop-Arbeitsplätze vollständig auf Linux um, an denen bisher Windows XP eingesetzt wurde. Der Wechsel soll allerdings über einen längeren Zeitraum abgewickelt werden. Immer wenn ein neuer PC angeschafft werde, soll künftig Ubuntu verwendet werden.
In diesem Jahr erwartet man deshalb zunächst die Umstellung von 5000 bis 8000 Systemen. In den kommenden vier Jahren sollen weitere 12000 bis 15000 Arbeitsplätze folgen, bis die gesamte Migration 2013/2014 abgeschlossen ist. Offiziellen Angaben zufolge gibt es drei wichtige Gründe für die Umstellung auf freie Software.
Vor allem will man dafür sorgen, dass weniger Abhängigkeit gegenüber einem einzigen Hersteller - in diesem Fall wohl Microsoft - besteht. Außerdem will die Gendarmerie selbst die Kontrolle über das von ihr verwendete Betriebssystem erlangen. Schlussendlich lassen sich mit dem Wechsel angeblich auch die Kosten senken.
Die für die Umstellung zuständige IT-Abteilung ließ außerdem verlauten, dass die Oberfläche von Linux gegenüber anderen Betriebssystemen im Vorteil sei, die derzeit für professionelle Anwender angeboten werden. Jährlich sollen durch den Wegfall von Lizenzzahlungen an Softwarehersteller wie Microsoft rund sieben Millionen Euro gespart werden können, hieß es.
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