Tintenstrahldrucker-Technik für medizinische Pflaster

Hardware Wissenschaftler von Hewlett-Packard haben ein neues Pflaster entwickelt, das Technologie von Tintenstrahldruckern nutzt, um Medizin zu verabreichen. Die Idee, Arzneimittel über Pflaster zu verabreichen ist natürlich nicht neu, doch Druckertechnik kam dabei bisher nicht zum Einsatz. Das von HP entwickelte Pflaster verwendet mikroskopisch kleine Nadeln, mit denen die Medizin unter die Hautoberfläche injiziert wird. Es kann sogar programmiert werden, um die Abgabemenge auf die Bedürfnisse des Patienten abzustimmen oder das Mittel in bestimmten Zeitintervallen abzugeben.

Bisher verwendet man bei medizinischen Pflastern eine Lösung, die von der Haut aufgenommen werden kann. Dieser Ansatz funktioniert jedoch nicht mit allen Arten von Arzneien. Außerdem kann die Abgabe der Medikamente nicht präzise gesteuert werden. HPs neues High-Tech-Pflaster besteht aus einem hitzeempfindlichen Material.

Diese Eigenschaft wird auch genutzt, um die Medikamente durch die Mikro-Nadeln zu leiten. Die Nadeln selbst dringen nicht sehr tief in die Haut ein, so dass die Nervenzellen nicht gereizt werden. Ein Schmerz tritt also nicht auf. In seiner einfachsten Version ist das Pflaster drei Millimeter dick und deckt eine Fläche von 2,5 Quadratzentimetern mit 400 bis 1000 Nadeln ab.
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