Chinesisches Unternehmen will Seagate übernehmen

Wirtschaft & Firmen Wie die New York Times berichtet, plant ein nicht namentlich bekanntes chinesisches Unernehmen die Übernahme des Festplattenherstellers Seagate. Bei der US-Regierung sorgten diese Pläne für viel Aufregung, da eine wichtige Verschlüsselungstechnik in chinesische Hände fallen würde. Demnach teilte der Seagate-Chef William D. Watkins mit, dass es Übernahmepläne gibt. Zwar steht das Unternehmen offiziell nicht zum Verkauf, da es aber an der Börse notiert wird, dürften die Aktionäre einem hohen Angebot zustimmen. Vor der Übernahme müsste ein Käufer aber noch eine andere Hürde nehmen.

Möchte eine Firma aus dem Ausland ein US-Unternehmen übernehmen, so muss zuerst die Zustimmung des "Committee on Foreign Investment in the United States" eingeholt werden. Auch Lenovo musste damals bei der Übernahme der Notebook-Sparte von IBM diese Erlaubnis einholen. Der Deal wurde damals im März 2005 abgesegnet.

Der Ausschuss setzt sich aus Vertretern des US-Verteidigungs-, Heimatschutz-, Finanz- und Justizministeriums zusammen. Es wird geprüft, ob durch die Übernahme eine Gefahr für die nationale Sicherheit entsteht. Seagate hat Festplatten im Angebot, deren Inhalt komplett verschlüsselt wird. Zwar kann das Betriebssystem problemlos darauf zugreifen - wird der Datenspeicher nach einem Diebstahl in einem anderen Rechner verbaut, können die darauf gespeicherten Daten nicht ausgelesen werden.
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