Chef von Warez-Gruppe über 4 Jahre ins Gefängnis

Internet & Webdienste Im Dezember 2001 zerschlug die US-Bundespolizei FBI in Zusammenarbeit mit internationalen Behörden eine bis dahin sehr bekannte Warez-Gruppe. Unter dem Namen "DrinkOrDie" hatten deren Mitglieder eine Vielzahl von Software-Produkten, Filmen und Spielen illegal zum Download angeboten. Nun wurde der führende Kopf der Gruppe zu einer Haftstrafe von 51 Monaten (4 Jahre und 3 Monate) verurteilt. Der 44-jährige Brite Raymond Griffiths war zuvor von Australien an die USA ausgeliefert worden. Er ist einer der ersten Menschen, die wegen Urheberrechtsverletzungen an die Vereinigten Staaten ausgeliefert wurden.

DrinkOrDie war 1993 in Russland gegründet worden und hatte sich in den Neunzigerjahren rasch in aller Welt einen Namen gemacht. Die Mitglieder waren auch das "Cracken" von Programmen und deren illegalen Vertrieb über das Internet spezialisiert. Insgesamt soll ein Schaden in Höhe von mehreren Millionen US-Dollar entstanden sein.

Griffiths, der unter dem Pseudonym Bandido aktiv war, gilt als Legende der Warez-Szene. Er nahm während seiner "Laufbahn" Führungspositionen in einer Reihe von Gruppen ein, darunter auch in der Szene bekannte "Crews" wie "Razor1911" und "RiSC", so die US-Behörden. Ursprünglich drohten dem Angeklagten bis zu 10 Jahre Haft.
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