Telekom darf Kunden die wechseln nicht anrufen

Internet & Webdienste Wie der Kölner Stadt-Anzeiger sowie der Bonner General-Anzeiger berichten, entschied die 1. Handelskammer des Bonner Landgerichts, dass die Deutsche Telekom keinen Kunden mehr drohen darf, die sich für den Wechsel zu einem anderen Provider entschieden haben. Der hannoversche Provider htp erhob in der vergangenen Woche Klage gegen die Telekom, da Kunden, die zu htp wechseln wollten, vom Rosa Riesen telefonisch kontaktiert wurden. Teilweise drohte man den Wechslern sogar mit einer frühzeitigen Sperrung mehr als drei Monate vor dem eigentlichen Wechsel.

Die Mitarbeiter im Callcenter fragten außerdem nach, warum man nun "Fiat statt Mercedes" fahren wolle. Aufmerksam wurde htp durch die langsam oder oftmals gar nicht erfolgte Umschaltung auf den neuen Provider. Vom Providerwechsel erfährt die Telekom in der Regel über den Antrag für die Umstellung des Anschlusses, den oftmals der neue Anbieter einreicht.

Auf Grund stichhaltiger Beweise und eidesstattlicher Aussagen der betroffenen Kunden gab das Bonner Landgericht dem Kläger schließlich Recht und verbot der Deutschen Telekom, die gespeicherten Kundendaten für diese Zwecke zu nutzen. Ab sofort riskiert das Unternehmen bei Missachtung der Vorgabe eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Euro.

Vielen Dank an Hauner für diese Nachricht!
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