CeBIT: SanDisk zeigt Vorteile von Flash-Festplatten
Die Hersteller versprechen eine deutliche Steigerung der Lese- und Schreibgeschwindigkeiten und eine geringe Ausfallrate, da keine beweglichen Bauteile mehr verwendet werden. Bisher konnten sich nur wenige Anwender ein Bild davon machen, wie sich die Vorteile in der Praxis auswirken.
Um die Unterschiede zu demonstrieren, zeigt SanDisk auf der CeBIT einen direkten Vergleich, zwischen zwei identischen Notebooks, in denen jeweils eine normale bzw. eine Flash-Festplatte verbaut sind. Der Versuchsaufbau zeigt auf beeindruckende Weise, was für Geschwindigkeitsvorteile sich ergeben.
Schon das Laden des BIOS ist mit SSDs in wesentlich kürzerer Zeit erledigt, da die Laufwerke nicht wie herkömmliche Festplatten erst noch anlaufen müssen. Bereits nach acht Sekunden beginnt bei dem im Vergleich genutzten Dell-Notebook der Ladevorgang des Betriebssystems, der wiederum nach 27 Sekunden abgeschlossen ist.
Das Laden von Windows Vista dauerte bei dem Notebook mit der normalen Festplatte im Vergleich fast eine Ewigkeit und ist "erst" nach rund 45 Sekunden abgeschlossen. SanDisk lässt in seiner Demo danach auch gleich noch alle Teile von Office 2007 starten, so dass der Rechner vollständig einsatzbereit ist.
Dies ist beim Notebook mit der SSD bereits nach insgesamt 44 Sekunden abgeschlossen, während das Gerät mit der herkömmlichen Festplatte weit über eine Minute benötigt und erst nach einer Minuten und zwölf Sekunden soweit ist. Neben denwesentlich höheren Geschwindigkeiten, hat die SSD-Technologie weitere positive Eigenschaften, die sie vor allem für den mobilen Einsatz nutzbar machen.
So gibt SanDisk eine mit 2 Millionen Stunden deutlich längere fehlerfreie Laufzeit an, als sie von normalen Festplatten je erreicht werden könnte. Außerdem nimmt die SSD keinen Schaden, wenn das Host-Gerät fallen gelassen wird, oder Stößen ausgesetzt ist. Da keine beweglichen Teile und kein Motor verbaut werden müssen, ist der Stromverbrauch im Vergleich um rund 50 Prozent niedriger, so das Unternehmen.
SanDisk bietet seine Flash-Festplatten vorerst nur Computerherstellern direkt an. Es gibt bereits einige Geräte, in denen die für die Hersteller rund 270 Euro (32 Gigabyte Kapazität) teuren SSDs verbaut werden. Auch über eine Einführung im Endkundenmarkt denkt man nach, bisher steht jedoch noch nichts fest. Eine ähnliche Politik verfolgen auch die anderen Anbieter von derartigen Produkten wie Samsung und neuerdings auch Intel.
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