Vista Express Upgrade Auslieferung beginnt in Kürze
Viele Kunden sind nun enttäuscht, weil sie das Angebot in der Hoffung in Anspruch genommen haben, dass ihnen Windows Vista bereits kurz nach der offiziellen Markteinführung auf dem Postweg zugestellt wird. Bisher wurden jedoch noch keine Upgrade-Pakete verschickt.
Hintergrund sind jedoch nicht, wie oft vermutet, Probleme mit der Abwicklung der Upgrade-Bestellung. Stattdessen sind die Beschwerden einiger Kunden eher auf ein Kommunikationsproblem zurück zu führen. So steht zwar im Kleingedruckten auf den Orderseiten, dass Vista erst sechs bis acht Wochen nach seiner Markteinführung im Rahmen des Express Upgrade verschickt wird, doch dies wird von vielen Anwendern nicht wahrgenommen.
Da dieser Hinweis nur beiläufig auftaucht, gehen viele Kunden davon aus, dass sie sofort nach Bestellung ein Upgrade erhalten. Dies ist jedoch nicht der Fall. Ursache für die zeitliche Distanz zwischen der Markteinführung und dem Versand der Upgrade-Pakete sind technische Gründe, wie TGDaily berichtet.
Die am Express Upgrade Programm beteiligten PC-Hersteller müssen für die Kunden, welche das Angebot in Anspruch nehmen wollen, spezielle Upgrade-Pakete schnüren. Diese enthalten neben dem Installationmedium von Windows Vista auch einen weiteren Datenträger, der den jeweiligen Computer für die Nutzung in Verbindung mit dem neuen Betriebssystem fit macht.
Darauf sind unter anderem Programme enthalten, die den Anwendern den Einstieg erleichtern sollen, also Browser und andere Hilfsprogramme, die der PC-Hersteller auch mit einem neuen Vista-Rechner vertreiben würde. Hinzu kommen in einigen Fällen auch Firmware-Updates für die Hardware des Computers.
Es kann nämlich bei weniger leistungsfähigen PCs aufgrund ihrer Konfiguration für XP zu Problemen beim Wechsel auf Vista geben. Rechner mit nur 512 Megabyte Arbeitsspeicher und integrierter Grafiklösung zum Beispiel können unter Umständen nicht ohne ein BIOS-Update mit Vista genutzt werden.
In den im Kleingedruckten erwähnten acht bis zehn Wochen müssen die PC-Hersteller die Zusatzmedien für die zahlreichen Computermodelle aus ihrem Angebot zusammenstellen. Einige Unternehmen sind mit diesem Vorhaben bereits weiter vorangeschritten als Andere. Deshalb kann es vorkommen, dass der eine Hersteller bereits in kürze mit der Auslieferung beginnt, andere aber noch einige Wochen benötigen.
Im Fall von Gateway soll es laut TGDaily schon bald soweit sein. Derzeit legt das Unternehmen bei seinen Upgrade-Paketen letzte Hand an, so dass die Medien in Kürze an den Distributionspartner von Microsoft zur Vervielfältigung und Auslieferung übergeben werden können. Die Amerikaner gehen davon aus, dass einige Kunden möglicherweise bereits in der kommenden Woche ihr Express Upgrade erhalten.
Bei den anderen Unternehmen, die an dem Programm teilnehmen, dürfte der Stand der Arbeit variieren. Je nachdem, wie weit man bei der Erstellung der für das Upgrade nötigen Zusatzdatenträger ist, dürfte Moduslink in den kommenden Wochen ebenfalls mit der Auslieferung beginnen können.
Seitens Microsoft gab es zum Express Upgrade Programm bisher keine weiteren Angaben. Die Redmonder jedoch mehrfach durchblicken, dass man der Firma Moduslink die Abwicklung der Bestellungen und die Zusammenarbeit mit den PC-Herstellern überlassen hat. Das Unternehmen selbst ist also nicht direkt an dem Programm beteiligt.
Die von Moduslink bereitgestellten Bestellseiten für das Express Upgrade haben derzeit unter der großen Nachfrage zu leiden. Das Partnerunternehmen von Microsoft musste die Probleme vor kurzem eingestehen und gab Nutzungshinweise für den Umgang mit den Upgrade-Seiten. Wann die ersten Kunden tatsächlich ihr Express Upgrade erhalten, dürfte unterdessen je nach PC-Hersteller variieren.
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