Gratis Web-Speicher macht Musik weltweit abrufbar
Diese bietet mit "Oboe" eine Art "Online-Schließfach" für Musik an, in dem jeder seine Lieblingslieder im Web ablegen kann, um dann von jedem beliebigen Computer darauf zuzugreifen. Bisher war das Angebot nur in seiner kostenpflichtigen Form attraktiv, da der Speicherplatz und die Stream-Qualität bei der Gratis-Variante stark begrenzt waren.
Jetzt hat sich Robertson entschieden, die Begrenzungen aufzuheben, um Oboe für mehr Kunden interessant zu machen. Jeder Nutzer erhält nun unbegrenzten Speicherplatz und kann die Musik mit maximal 192 Kbps aus dem Internet abrufen. Mit Hilfe einer "Oboe Sync" genannten Software, werden die Inhalte automatisch ins Netz übertragen.
Das Konzept wird über Werbung finanziert. Es soll darüber hinaus auch weiterhin eine kostenpflichtige Version des Angebots geben, die den Upload größerer Musikstücke und die Wiedergabe auf drahtlosen Endgeräten erlaubt. Bei der kostenlosen Variante können Musikstücke maximal 10 Megabyte groß sein.
Zu Zeiten von Mp3.com hatte Robertson ein ähnliches System angeboten, bei dem die Kunden Musik aus dem Internet streamen konnten, nachdem sie versichert hatten, die Original-CDs zu besitzen. Nach einer Klage des US-Musikverbands RIAA wurde das Angebot jedoch eingestellt.
Bei der neuen Umsetzung übernehmen die Nutzer selbst den Upload der Musik, so dass Oboe nur noch als Dienstleister den Speicherplatz zur Verfügung stellt. Dadurch will Robertson gegen Angriffe der Musikindustrie gefeit sein und vergleicht sein Produkt mit anderen "Online-Festplatten" wie Google Gmail oder Xdrive von AOL.
Weitere Informationen: Mp3tunes.com
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