Neues Office-Format Open XML jetzt ECMA-Standard

Office Microsofts neues Format für Office-Dokumente Open XML wurde gestern von der Standardisierungsorganisation ECMA als internationaler Industriestandard anerkannt. Alle an der Vereinigung beteiligten Unternehmen stimmten für die Anerkennung als Standard, bis auf IBM. Die Redmonder wollen Open XML nun auch von der Internationalen Organisation für Standardisierung (ISO) ratifizieren lassen. Durch die Anerkennung als Standard ist es für Software-Entwickler einfacher, Produkte zu entwickeln, die das Format Open XML nutzen.

Das offene Konkurrenzformat OpenDocument Format (ODF) wurde bereits im letzten Monat von der ISO als Standard anerkannt. Es wird von diversen freien Software-Projekten und kommerziellen Unternehmen genutzt, darunter auch OpenOffice und StarOffice von Sun.

Der Anerkennung von Open XML als ISO-Standard stehen jedoch noch einige Hürden im Weg. So haben nationale Standardisierungsbehörden nun 30 Tage lang die Möglichkeit, Einwände gegen die Anerkennung vorzubringen. Erst danach wird ein ISO-Komitee mit dem Ratifizierungsprozess begonnen, der noch einmal fünf bis sechs Monate in Anspruch nehmen wird.

Den Abluss der ISO-Standardisierung bildet eine Abstimmung eines weiteren Gremiums. In der abschließenden Sitzung der ECMA stimmte wie erwähnt mit IBM nur ein Unternehmen dagegen, Open XML als Standard anzuerkennen.

IBM begründet seine ablehnende Haltung mit den angeblichen Einschränkungen von Open XML durch proprietäre Vorgaben. ODF hingegen sei ein zukunftsorientiertes Format, das einen echten offenen Standard darstellt.
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