Microsoft: Linux enthält "unser" geistiges Eigentum
Auf einer Konferenz hat Microsoft-Chef Steve Ballmer nun deutlich gemacht, warum man sich zu der Zusammenarbeit mit Novell entschlossen hat. Ballmer ist der Meinung, dass Linux geistiges Eigentum von Microsoft verwendet, so dass man durch das Geschäft mit Novell eine Wiedergutmachung erreichen will, berichtet ComputerWorld.
Am 2. November hatten Microsoft und Novell bekannt gegeben, dass man die Interoperabilität von SUSE Linux und Windows verbessern wolle. Microsoft zahlt Novell hunderte Millionen US-Dollar, so dass die eigenen Kunden Unterstützung erhalten, wenn sie Windows- und SUSE-Systeme kombiniert einsetzen.
Der wesentlich wichtigere Punkt ist jedoch, dass Novell 40 Millioen US-Dollar an Microsoft zahlt, um mögliche Patentklagen gegen Nutzer und Entwickler von SUSE Linux im Vorhinein auszuschließen. Auch freie und kommerzielle Programmierer, die Software für SUSE Linux entwickeln, werden auf diesem Weg vor den Ansprüchen Microsofts geschützt.
Die Äusserungen von Steve Ballmer lassen vermuten, dass Microsoft vorhat, gegen einige Open-Source-Projekt aus dem Linux-Bereich vorzugehen, um einen angeblichen Missbrauch seines geistigen Eigentums zu unterbinden. Bis dato hat sich das Unternehmen zu derartigen Plänen geäussert, die kommenden Monate dürfte in dieser Hinsicht jedoch einiges an Spannung zu bieten haben.
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