Erster Trojaner nutzt Sony BMGs Kopierschutz aus

Software Die AntiViren-Spezialisten der britischen Firma Sophos haben mitgeteilt, dass der erste Virus aufgetaucht sei, der sich die Eigenschaften der Kopierschutz-Software der Firma First 4 Internet zu Nutze macht, die auf CDs der Plattenfirmen Sony BMG und Universal zum Einsatz kommt. Der Trojaner mit dem Namen "Stinx-E" wurde kürzlich an hundertausende britische E-Mail-Adressen verschickt, so Sophos. Wenn der Empfänger auf die angehängte Datei klickt, wird Schad-Software installiert, die die auf dem Rechner installierte Firewall ausser Gefecht setzt und so Kriminellen Zugang zu dem betroffenen System verschafft.

Die Schad-Software versteckt sich mit Hilfe des Kopierschutzes, der ebenfalls nicht sichtbar ist - das allerdings nur, wenn sich zuvor das Kopierschutzprogramm nach dem Einlegen einer Musik-CD ungefragt installiert hat. Sophos bezeichnete das Erscheinen des Virus als höchst unglücklichen Umstand für Sony BMG, deren Presse im Augenblick ohnehin wegen des rabiaten Kopierschutzes nicht sonderlich gut ist.

Erst heute hatte Sony BMG angekündigt, dass der Kopierschutz im nächsten Jahr auch grossflächig in Deutschland Einzug halten soll. Bei einigen Plattenfirmen, die zum Sony-Konzern gehören, kommt er jedoch bereits zum Einsatz - so zum Beispiel bei Columbia Records.

Weitere Informationen: Sophos.com

Download: rkprfgui.com (Sophos-Tool zum Entfernen)
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