Grokster schaltet sein Filesharing-Netzwerk ab

Internet & Webdienste Nachdem bereits das WinMX-Netzwerk abgeschaltet wurde, ist nun Grokster der nächste populäre Filesharing-Dienst der vorerst sein System abschalten wird. Damit versucht die Firma die Auflagen einer Einigung mit der Vereinigung der Musikindustrie in Amerika (RIAA) zu erfüllen. Eine Notiz auf der Webseite des P2P-Dienstes beschreibt nun das bisherige System als "illegal" und kündigt ein neues, legales Angebot an. Zu den Bedingungen für die Beilegung der rechtlichen Streitigkeiten ist weiterhin die Zahlung einer Summe in Höhe von 50 Millionen US-Dollar an den Industrieverband RIAA.

Die am Montag gefallene Entscheidung kommt einige Monate nachdem das höchste Gericht der USA entschieden hatte, dass die Beihilfe zum illegalen Vertrieb von urheberrechtlich geschützten Inhalten durch das Bereitstellen der Infrastruktur eine Straftat ist.

Obwohl die Einreichung der Einigungsvorschläge ein wichtiger Schritt in Richtung der Beilegung der bereits vier Jahre andauernden Auseinandersetzung zwischen der Musikindustrie und dem Filesharing-Anbieter Grokster ist, gilt das Verfahren damit noch nicht als beendet. Das ebenfalls in das Verfahren involvierte Unternehmen StreamCast Networks bietet weiterhin seine Dienste an und hat angekündigt den Rechtsstreit auch in niedrigerer Instanz weiter fortsetzen zu wollen.

Unterdessen verweigerten die Anwälte von Grokster jedwede Stellungnahme zu weiteren Details der Übereinkunft mit der RIAA. Man teilte lediglich mit, dass es in naher Zukunft ein legales Angebot aus dem Hause Grokster geben wird. Die Marke soll es demnach weiterhin geben, nur eben mit legal zu erwerbenden Inhalten.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!