Anti-Piraterieverband gibt illegales Handeln zu
Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass der Verband einen Mitarbeiter beim ISP eingeschleust hat und dieser anschließend auf die beschlagnahmten Server selber Warez hochgeladen haben soll.
Letzteres wurde nun von Henrek Ponten, Anwalt des Anti-Piraterieverbandes zugegeben, man habe diesen „Informanten“ engagiert. Jon Karlung, Manager bei Bahnhof, sagte dass die bei der Durchsuchung sichergestellten Dateien von genau diesem Mitarbeiter hochgeladen worden sind - von den beschlagnahmten Servern konnten nur auf einem Warez gefunden werden. Antipiratbyran gab nach der Razzia an, angeblich 27.000 Gigabyte an Warez vorgefunden zu haben. Wie sich nach und nach herausstellt, wurde diese hohe Zahl scheinbar nur genannt, um Aufmerksamkeit auf diesen „sehr großen Schlag“ zu lenken. Bereits vor einigen Wochen gab ein anonymer Bahnhof-Techniker an, dass Antipiratbyran die fragwürdigen Server selber beschafft und ins Rechenzentrum gebracht haben soll.
Diese Razzia war vom Verband anscheinend gründlich vorbereitet worden, man war sich seit Jahren sicher dass der ISP Raubkopierer unterstütze – Beweise dafür existierten aber nie, weshalb man wohl mithilfe bei Bahnhof eingeschleuster Mitarbeiter für Beweise sorgte. Antipiratbyran selber kann (und will scheinbar) nach wie vor keine öffentliche Stellungnahme abgeben, die Homepage ist nach dem Hack-Angriff weiterhin nicht erreichbar.
Karlung hat angekündigt, dass Bahnhof nun ebenfalls gegen den Verband rechtlich vorgehen will.
Quelle: The Register
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