Irre RAM-Preisentwicklung:
Raspberry Pi muss abermals Preise erhöhen

Bastler und IT-Profis müssen erneut "tapfer" sein: Innerhalb von nur zwei Monaten steigen die Preise für den beliebten Ein­pla­ti­nen­com­pu­ter Raspberry Pi noch einmal drastisch an. Betroffen sind vor allem leistungsstärkere Varianten aktueller Modellreihen.
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    Noch einmal gestiegene Kosten für Hardware

    Als Grund gilt der weltweit stark gestiegene Bedarf an Hardware für Künstliche Intelligenz, der die Preise für Komponenten nach oben treibt. Konkret erhöhen sich die Preise für alle Modelle des Raspberry Pi 4 und 5 sowie für die Compute Modules 4 und 5 mit mindestens zwei GByte Arbeitsspeicher.

    Auch die Tastatur-Computer der 500er-Serie sind betroffen. Am stärksten fällt der Aufschlag beim Spitzenmodell aus: Die Variante mit 16 GByte RAM verteuert sich um 60 US-Dollar (umgerechnet rund 51 Euro). Raspberry Pi verweist in der Ankündigung auf deutlich gestiegene Kosten für Hardwarekomponenten im vergangenen Quartal.


    Preise für Arbeitsspeicher explodieren

    Nach Angaben des Unternehmens konkurriert nun selbst der kleine Raspberry Pi zunehmend mit der KI-Infrastruktur um verfügbare Speicherressourcen.

    Gründer Eben Upton spricht von einem außergewöhnlichen Anstieg der Preise, insbesondere für LPDDR4-Speicher. Teilweise hätten sich die Kosten einzelner Komponenten im letzten Quartal mehr als verdoppelt. Der hohe Bedarf an schnellem Speicher für KI-Beschleuniger lasse für kleinere Abnehmer kaum noch günstige Kontingente zu.

    Zu Beginn des Jahres 2026 haben sich die Preissteigerungen beschleunigt, und die Kosten für einige Teile haben sich im letzten Quartal mehr als verdoppelt. Infolgedessen müssen wir jetzt unsere eigenen Preise weiter erhöhen, was sich auf alle Raspberry Pi 4- und 5- sowie Compute Module 4- und 5-Produkte mit 2 GB oder mehr Speicher auswirkt.
    Eben Upton

    Die angekündigten Preissteigerungen

    • 2 GByte Modelle: +10 US-Dollar (etwa 8 Euro)
    • 4 GByte Modelle: +15 US-Dollar (etwa 13 Euro)
    • 8 GByte Modelle: +30 US-Dollar (etwa 25 Euro)
    • 16 GByte Modelle: +60 US-Dollar (etwa 51 Euro)

    Lichtblick bei Einsteigermodellen

    Preisstabil bleiben die Einstiegsvarianten. Die Modelle des Raspberry Pi 4 und 5 mit einem GByte Arbeitsspeicher kosten weiterhin 35 US-Dollar beziehungsweise 45 US-Dollar. Auch der Tastatur-PC Raspberry Pi 400 bleibt bei 60 US-Dollar.

    Begründet wird diese Ausnahme mit der eingesetzten Speichertechnologie und vorhandenen Lagerbeständen. Ältere Modelle wie der Raspberry Pi Zero oder der Raspberry Pi 3 nutzen LPDDR2-Speicher, von dem nach Unternehmensangaben noch Vorräte für mehrere Jahre vorhanden sind. Diese Speicherchips stehen zudem nicht in direkter Konkurrenz zu den Komponenten, die für KI-Systeme benötigt werden.

    Raspberry Pi rechnet mit einem schwierigen Jahr 2026, kündigt jedoch an, die Preise wieder senken zu wollen, sobald sich der Speichermarkt entspannt. Bis dahin bleibt LPDDR4-Speicher ein Engpass für die Branche.

    Was sagt ihr zu der erneuten Preisrunde? Seid ihr bereit, für den zusätzlichen Speicher tiefer in die Tasche zu greifen, oder weicht ihr auf Alternativen aus? Wir freuen uns auf eure Kommentare!
    Zusammenfassung
    • Starke Preiserhöhungen bei Raspberry Pi wegen KI-Boom und Speichermangel
    • Vor allem leistungsstarke Modelle mit mehr als 2 GB RAM sind betroffen
    • Spitzenmodell mit 16 GB RAM wird um satte 60 US-Dollar teurer
    • Preissteigerungen zwischen 10 und 60 US-Dollar je nach Speicherausstattung
    • Einstiegsmodelle mit 1 GB RAM bleiben preislich stabil bei 35 bzw. 45 Dollar
    • Ältere Modelle mit LPDDR2-Speicher sind von Preiserhöhungen ausgenommen
    • Unternehmen verspricht Preissenkungen, sobald sich der Speichermarkt erholt

    Siehe auch:
    Nadine Juliana Dressler

    Redakteurin für Windows & Netzwerke

    Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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