Google: KI-Suche bringt zu wenig Geld, also gibt es mehr Werbung

Google lebt von Werbung, was auch für das Kerngeschäft mit der immer stärker von generativer Künstlicher Intelligenz befeuerten Suchmaschine gilt. Um damit mehr Geld einzunehmen, führt Google nun mehr Werbung im KI-Modus der Suche ein.
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  • Google baut Anzeigen in KI-gestützten Suchfunktionen international aus
  • Australien, Indien und Kanada erhalten nun Werbung direkt im KI-Modus
  • Großbritannien, Mexiko und Brasilien folgen noch im laufenden Jahr
  • In den USA wird Werbung nun auch in fortführenden KI-Dialogen gezeigt
  • Alle Werbeeinblendungen erhalten eine Markierung als gesponserter Text
  • Laut Google sind die aktuellen Klickraten ähnlich wie bei der Websuche
  • Schwächeres Einnahmenwachstum bei der Suche drückte Alphabets Aktienkurs

Werbung im KI-Modus in mehr Ländern

Google baut die Auslieferung von Werbung in den KI-gestützten Funktionen seiner Suchmaschine weiter aus. Nach Angaben von Shashi Thakur, Vice President und General Manager von Google Search Ads and Ads on Google Experiences, werden jetzt in mehr Ländern Anzeigen im KI-Modus der Google-Suche eingebunden. Die Werbung erscheint somit nicht nur in den KI-Übersichten, daneben oder darunter, sondern verstärkt auch im KI-Modus selbst.

Die Werbung in den Antworten der KI-Suche wird laut Thakur zunächst in Australien, Kanada, Indien, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, den Philippinen und Singapur ausgebaut. Noch in diesem Jahr will man auch in Brasilien, Mexiko und Großbritannien beginnen, den Einsatz von Werbung im KI-Modus der Google-Suche zu erweitern, so das Unternehmen in einem Blog-Eintrag.


Werbung jetzt auch in weiterführenden Antworten

In den USA beginnt Google außerdem, Werbung in den bei Konversationen mit dem als eine Art Chatbot arbeitenden KI-Modus auszubauen. Dabei bekommen die Nutzer nun auch bei Antworten auf fortführende Fragen, die sie nach einer anfänglichen Anfrage an den KI-Bot stellen, passende Werbung angezeigt. In allen Fällen sollen die Werbe-Einblendungen eindeutig als "gesponsert" gekennzeichnet werden, so Thakur weiter.

Google behauptet mit Blick auf die Werbung im KI-Modus, dass die Nutzer die Anzeigen gut annehmen. So sei die Zahl der Klicks auf Werbung in den KI-Antworten schon jetzt vergleichbar mit den Klickraten der Werbung auf den klassischen Suchergebnisseiten. Dies liege auch daran, dass die Werbung von vielen Nutzern als relevant empfunden werde, so Googles Chief Business Officer Philipp Schindler im Zuge der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen des Internetkonzerns.

Dass Google gerade jetzt einen solchen Schritt unternimmt, ist allerdings Folge einer für die Aktionäre offenbar enttäuschenden Entwicklung. So stiegen die Einnahmen aus dem Suchgeschäft des Unternehmens zuletzt nicht mehr so stark wie zuvor, was dazu führte, dass der Aktienkurs des Google-Mutterkonzerns Alphabet nach der Veröffentlichung der jüngsten Geschäftszahlen stark fiel, obwohl man einen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 25 Prozent gestiegenen Umsatz für das dritte Quartal vermeldete.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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