VW will China-Software auch in Autos für Europa nutzen

Volkswagen prüft die Verwendung einer mit dem chinesischen Part­ner Xpeng entwickelten Software-Plattform bei seinen Fahr­zeugen für Märkte außerhalb Chinas. Die sogenannte China Electronic Architecture könnte bald auch in deutschen Autos laufen.
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Volkswagen Group
  • VW plant wohl den Einsatz chinesischer Software für den europäischen Markt
  • Die gemeinsam mit Xpeng entwickelte Plattform CEA soll Cariad entlasten
  • Thomas Schäfer schlägt das System für neue Modelle von drei Marken vor
  • Betroffen wären kommende Elektrofahrzeuge von Volkswagen, Skoda und Cupra
  • Bisherige Kooperationen wie jene mit Rivian brachten nicht den Durchbruch
  • Der Konzern erhofft sich durch diesen Schritt spürbar geringere Kosten

China-Software als Lösung für VWs Probleme?

VW könnte bei neuen Autos für den deutschen und europäischen Markt bald Software aus China zum Einsatz bringen, um die massiven Probleme bei der hauseigenen Software-Sparte Cariad in den Griff zu bekommen. Es geht dabei um die Verwendung der sogenannten China Electronic Architecture (CEA), die man zusammen mit dem chinesischen Autohersteller Xpeng entwickelt hat und bei seinen Autos für den chinesischen Markt in großem Stil einsetzt.

Laut einem Bericht des Manager Magazins will VW-Markenchef Thomas Schäfer dem Management heute einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Laut den Quellen, die der Bericht zitiert, will Schäfer zunächst vorschlagen, die CEA bei den nächsten drei Modellgenerationen der Marken Volkswagen, Skoda und Cupra zu verwenden, während diese ihr Angebot an Elektroautos in Europa auszubauen versuchen.


Massenmarkt-Modelle bald mit chinesischer Software

Bisher verwendet VW bei seinen in China und Europa bzw. anderen Regionen der Welt produzierten Fahrzeugen unterschiedliche Software-Plattformen. In westlichen Ländern setzt man nach den massiven Problemen mit eigenen Lösungen seit einiger Zeit auf eine enge Kooperation mit dem amerikanischen E-Auto-Hersteller Rivian.

Zuletzt gab es allerdings auch trotz der Zusammenarbeit mit Rivian, in die VW unter CEO Oliver Blume gut fünf Milliarden Euro investiert hat, weiterhin Probleme, bei der Fahrzeugsoftware mit der Konkurrenz mitzuhalten. Die große Komplexität der Modellpalette von VW mit ihren Massenmodellen und gleichzeitig vertriebenen Oberklassefahrzeugen von Marken wie Audi und Porsche bremste die Einführung der modernen Software aus der Kooperation mit Rivian zunehmend aus.

Durch den Einsatz der China Electronic Architecture ließen sich vor allem die Kosten senken, während man von der schnellen Entwicklung der Technologien für den chinesischen Markt profitieren könnte, wo die Schlagzahl bei der Einführung neuer Automodelle deutlich höher ist als in Europa oder den USA.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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