KI durchkreuzte Pläne:
Getty Images geht in die Insolvenz
Der große Foto-Vermarkter Getty Images ist pleite. Das Unternehmen hat in den USA ein Insolvenzverfahren beantragt und will damit eine bereits angekündigte finanzielle Neuaufstellung einleiten.
Mit dem Antrag bei einem Insolvenzgericht im US-Bundesstaat Delaware leitet Getty Images einen grundlegenden Umbau ein, den das Unternehmen bereits in der vergangenen Woche angekündigt hatte. Die jetzt eingeleitete Restrukturierung folgt auf das Scheitern der geplanten Fusion mit dem Wettbewerber Shutterstock. Die Transaktion war angesichts der hohen Schuldenlast und des zunehmenden Wettbewerbs durch KI-generierte Bilder immer schwieriger geworden.
Im Zuge der Neuaufstellung sollen die Mehrheitseigner, also die Getty-Familie und Koch Equity Development, die Investmentgesellschaft des Unternehmers Charles Koch, zukünftig 100 Prozent der Anteile übernehmen. Dafür haben die Investoren eine Eigenkapitalzufuhr von bis zu 533 Millionen Dollar (etwa 459 Millionen Euro) zugesagt. Zusätzlich soll eine Finanzierung durch Koch Equity Development in Höhe von bis zu 143 Millionen Dollar (etwa 123 Millionen Euro) den Ablauf des Insolvenzverfahrens unterstützen.
Der Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens uneingeschränkt weiterlaufen. Nach Angaben des Unternehmens hat die Restrukturierung keine Auswirkungen auf Fotografen und andere Inhaltezulieferer, Geschäftspartner, Kunden, Beschäftigte oder Lieferanten. Getty Images will damit sicherstellen, dass die Bereitstellung von Bildmaterial und Videos auch während der finanziellen Neuordnung fortgesetzt wird.
Siehe auch:
- Getty Images beantragte in Delaware die Restrukturierung seiner Schulden
- Eine geplante Fusion mit dem Konkurrenten Shutterstock ist zuvor gescheitert
- Die Getty-Familie und Koch Equity Development übernehmen alle Anteile
- Investoren sagten eine Zufuhr von frischem Eigenkapital von 533 Millionen zu
- Koch Equity Development stellt bis zu 143 Millionen Dollar zur Verfügung
- Der laufende Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens normal weitergehen
Fusion mit Shutterstock gescheitert
Der Anbieter von Bild- und Videomaterial will seine Schulden restrukturieren und sich von der Börse zurückziehen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Nach Abschluss des Verfahrens sollen die Getty-Familie und die Investmentgesellschaft Koch Equity Development sämtliche Anteile an dem Unternehmen halten. Der Abschluss der Umstrukturierung ist bis Ende 2026 geplant.Mit dem Antrag bei einem Insolvenzgericht im US-Bundesstaat Delaware leitet Getty Images einen grundlegenden Umbau ein, den das Unternehmen bereits in der vergangenen Woche angekündigt hatte. Die jetzt eingeleitete Restrukturierung folgt auf das Scheitern der geplanten Fusion mit dem Wettbewerber Shutterstock. Die Transaktion war angesichts der hohen Schuldenlast und des zunehmenden Wettbewerbs durch KI-generierte Bilder immer schwieriger geworden.
Im Zuge der Neuaufstellung sollen die Mehrheitseigner, also die Getty-Familie und Koch Equity Development, die Investmentgesellschaft des Unternehmers Charles Koch, zukünftig 100 Prozent der Anteile übernehmen. Dafür haben die Investoren eine Eigenkapitalzufuhr von bis zu 533 Millionen Dollar (etwa 459 Millionen Euro) zugesagt. Zusätzlich soll eine Finanzierung durch Koch Equity Development in Höhe von bis zu 143 Millionen Dollar (etwa 123 Millionen Euro) den Ablauf des Insolvenzverfahrens unterstützen.
Geschäft läuft weiter
Getty Images hat außerdem ein Verfahren gestartet, um die formelle Zustimmung zu dem bereits vorgestellten Restrukturierungsplan einzuholen. Das Unternehmen erwartet, die Neuordnung bis zum Jahresende abzuschließen. In den Unterlagen für das Insolvenzgericht bezifferte Getty Images sowohl seine geschätzten Vermögenswerte als auch seine Verbindlichkeiten auf jeweils eine Größenordnung zwischen einer und zehn Milliarden Dollar (etwa 860 Millionen bis 8,6 Milliarden Euro).Der Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens uneingeschränkt weiterlaufen. Nach Angaben des Unternehmens hat die Restrukturierung keine Auswirkungen auf Fotografen und andere Inhaltezulieferer, Geschäftspartner, Kunden, Beschäftigte oder Lieferanten. Getty Images will damit sicherstellen, dass die Bereitstellung von Bildmaterial und Videos auch während der finanziellen Neuordnung fortgesetzt wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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