Training mit geklauten Bildern:
Getty Images verklagt KI-Anbieter
Einer der größten kommerziellen Anbieter von Stock-Fotos geht gegen die Verwendung seiner Bildbestände für das Anlernen von KI-Systemen vor. Getty Images hat die Firma Stability AI verklagt, welche hinter dem Open-Source Kunstgenerator Stable Diffusion steht.
Getty Images hat Stability AI vor einem US-Gericht verklagt, weil man dem Unternehmen vorwirft, massiv gegen das Urheberrecht verstoßen zu haben. Angeblich haben die Entwickler von Stable Diffusion mehr als 12 Millionen Bilder aus der Datenbank von Getty verwendet, um damit unerlaubt sein KI-System zu "trainieren", meldet The Verge.
Bei den Klagen von Getty Images gegen Stability AI geht es um eine grundlegende Frage: Dürfen Bilddatenbanken von Drittanbietern verwendet werden, um auf Algorithmen basierende Systeme aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu "trainieren"? Tools wie Stable Diffusion müssen im Grunde mit Original-Bildern gefüttert werden, die als "Trainings-Daten" zum Einsatz kommen. In den meisten Fällen werden bisher Bilder aus dem Web per "Scraping" gesammelt, ohne Rücksicht auf eine eventuell nötige Zustimmung der Urheber zu nehmen.
Stability AI droht unterdessen wie erwähnt auch Ärger wegen Verstößen gegen das Markenrecht. So ist Stable Diffusion bekannt dafür, dass in den von der KI erzeugten Bildern durchaus häufig das Wasserzeichen von Getty Images auftaucht, weil das System mit den Daten des Anbieters einer gigantischen Bilddatenbank angelernt wurde. Getty argumentiert deshalb, dass das Ansehen des Unternehmens durch das Auftauchen seines Wasserzeichens auf KI-generierten Bildern minderer Qualität Schaden nehmen könnte.
Wahrscheinlich wird es sehr lange dauern, bis die von Getty Images gegen Stability AI geführten Klagen zu konkreten Ergebnissen führen, weil das in den USA zuständige Gericht im Bundesstaat Delaware derzeit stark ausgelastet ist und nur sehr langsam arbeiten kann. Auch die rechtlichen Schritte in Großbritannien dürften einige Zeit in Anspruch nehmen.
Siehe auch:
Stable Diffusion arbeitet ohne Erlaubnis von Getty mit dessen Daten
Nach Meinung von Getty Images verstößt Stability AI nicht nur gegen das Urheberrecht, sondern auch gegen Markenrecht und soll versucht haben, die "geklauten" Bilder zum Aufbau eines konkurrierenden Geschäfts zu verwenden. Getty hatte schon im Januar mitgeteilt, dass man auch in Europa gegen Stability AI vorgehen will und eine Klage vor einem Gericht in London anstrebt. Noch ist diese Klage aber nicht vor Gericht eingegangen.Bei den Klagen von Getty Images gegen Stability AI geht es um eine grundlegende Frage: Dürfen Bilddatenbanken von Drittanbietern verwendet werden, um auf Algorithmen basierende Systeme aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu "trainieren"? Tools wie Stable Diffusion müssen im Grunde mit Original-Bildern gefüttert werden, die als "Trainings-Daten" zum Einsatz kommen. In den meisten Fällen werden bisher Bilder aus dem Web per "Scraping" gesammelt, ohne Rücksicht auf eine eventuell nötige Zustimmung der Urheber zu nehmen.
Wasserzeichen von Getty Images auf KI-Bildern von Stable Diffusion
Nach Meinung von Rechtsexperten hat Getty Images durchaus gute Argumente, auch wenn die Entwickler von Stable Diffusion sich auf sogenannte "Fair Use"-Regelungen stützen könnten, da die Bilder zwar zum "Training" der KI verwendet, aber auf dieser Grundlage eben neue Bilder künstlich erzeugt werden, statt die Originale einfach zu reproduzieren.Stability AI droht unterdessen wie erwähnt auch Ärger wegen Verstößen gegen das Markenrecht. So ist Stable Diffusion bekannt dafür, dass in den von der KI erzeugten Bildern durchaus häufig das Wasserzeichen von Getty Images auftaucht, weil das System mit den Daten des Anbieters einer gigantischen Bilddatenbank angelernt wurde. Getty argumentiert deshalb, dass das Ansehen des Unternehmens durch das Auftauchen seines Wasserzeichens auf KI-generierten Bildern minderer Qualität Schaden nehmen könnte.
Wahrscheinlich wird es sehr lange dauern, bis die von Getty Images gegen Stability AI geführten Klagen zu konkreten Ergebnissen führen, weil das in den USA zuständige Gericht im Bundesstaat Delaware derzeit stark ausgelastet ist und nur sehr langsam arbeiten kann. Auch die rechtlichen Schritte in Großbritannien dürften einige Zeit in Anspruch nehmen.
Zusammenfassung
- Getty Images verklagt Firma hinter Open-Source Kunstgenerator Stable Diffusion.
- Getty Images wirft Firma Verstöße gegen Urheber-, Markenrecht vor.
- KI-Systeme müssen mit Original-Bildern "trainiert" werden.
- Getty Images argumentiert, dass Wasserzeichen Schaden anrichten kann.
- Gerichtsverfahren in USA und Großbritannien dauern wahrscheinlich lange.
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