Zen 6 vs. Zen 5: Benchmark-Zahlen deuten großen Leistungssprung an

Benchmarkergebnisse der kommenden Zen-6-Architektur von AMD sind aufgetaucht. Ein aktueller Server-Prozessor zeigt im direkten Vergleich einen teils deutlichen Leistungszuwachs gegenüber Zen 5 und lässt auf starke Ryzen-Desktop-Modelle hoffen.
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AMD
  • Benchmark-Werte zum Zen-6-Server-Chip Epyc 9996 sind aufgetaucht
  • Das getestete Modell von AMD bietet 256 Rechenkerne sowie 512 Threads
  • Der Leistungsvorsprung gegenüber Zen 5 liegt bei etwa 23 % pro GHz
  • Die kommende Olympic-Ridge-Desktop-Chips werden für 2027 erwartet
  • Windows 11 und Linux werden bereits für Zen 6 vorbereitet

Erste Leistungswerte zu Zen 6

AMD hatte Ende Juli seine ersten Zen-6-Chips vorgestellt. Schon im Vorfeld hieß es, die Architektur sei weit mehr als nur ein Update für Zen 5. Jetzt sind Leistungswerte an die Öffentlichkeit gelangt, die diese Hoffnung zu bestätigen scheinen. So erreicht ein Zen-6-Server-Prozessor der Epyc-Reihe in einem Benchmark bemerkenswerte Punktzahlen.

Getestet wurde der Epyc 9996 der Venice-Reihe. Das Modell verfügt über 256 Rechenkerne, kann 512 Threads parallel verarbeiten und greift auf einen L3-Cache von einem Gigabyte sowie 256 Megabyte L2-Cache zurück. Der maximale Boost-Takt liegt bei rund 4,1 Gigahertz. Die TDP beträgt 600 Watt.


Vergleich mit Zen 5

Wie der mittlerweile entfernte Eintrag in der Datenbank von Geekbench (via HXL auf X) zeigt, erreichte der Epyc 9996 auf einem Server des Typs Dell PowerEdge R9815 unter Linux einen Einzelkern-Wert von 2847 Punkten. Die Mehrkern-Wertung lag bei 68.427 Punkten.

Um die Zahlen einzuordnen, hat ein Nutzer den aktuellen Zen-5-Desktop-Prozessor Ryzen 7 9700X auf exakt 4,1 Gigahertz getaktet. Das Vergleichssystem lief unter CachyOS Linux und nutzte schnellen DDR5-6000-Arbeitsspeicher mit CL34-Timings.

Unter identischen Taktbedingungen erzielte der ältere Chip 2444 Punkte. Das bescheinigt der neuen Architektur bei gleicher Taktfrequenz einen Leistungsvorsprung von rund 16,5 Prozent. Der Zen-6-Prozessor war in sämtlichen 15 Einzeltests schneller. Bei der HTML5-Verarbeitung kletterte der Zuwachs auf fast 26 Prozent. Verglichen mit dem Zen-5-Server-Chip Epyc 4545P (5,5 GHz), der 3064 Punkte erzielt, ergibt sich ein rechnerischer Architektur-Vorteil von rund 23 Prozent pro Gigahertz.

Ausblick auf Desktop-CPUs

Bei dem getesteten Epyc 9996 kommen die kompakteren Rechenkerne des Typs Zen 6c zum Einsatz. Die für 2027 erwarteten Desktop-Prozessoren der Olympic-Ridge-Reihe setzen aber wohl auf reguläre Kerne. Daher sollte der obige Vergleich auf keinen Fall als bestätigter Leistungsgewinn für zukünftige Zen-6-Desktop-CPUs interpretiert werden. Dennoch geben die Zahlen einen ersten Ausblick darauf, in welche Richtung es gehen könnte.

Gleichzeitig laufen auf der Software-Seite die Vorbereitungen für Zen 6. Windows 11 26H2 unterstützt auf den Prozessoren eine neue CPPC-Funktion zur Leistungspriorisierung, die über Updates des Chipsatz-Treibers nachgereicht wird. Auch der aktuelle Linux-Kernel 7.3 trifft etliche Vorbereitungen für die Chips. Wann die ersten Modelle für Endkunden genau erscheinen, ist allerdings noch unbekannt.

Was denkt ihr über die Leistungswerte? Glaubt ihr an einen echten Leistungssprung durch Zen 6? Teilt eure Meinung und Erwartung in den Kommentaren!

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Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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