Daten beim Fahren: Android Auto bekommt massives Update für Gemini

Google erweitert seinen KI-Assistenten Gemini für Android Auto um die sogenannte Personal Intelligence. Die Software greift auf Wunsch tief in private Dienste wie E-Mails und Fotos ein. Nutzer in Deutschland bleiben aber vorerst ausgeschlossen.
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Google/WinFuture/KI-generiert
  • Google bringt die Funktion Personal Intelligence von Gemini auf Android Auto
  • Der KI-Assistent kann auf persönliche Daten aus verknüpften Diensten zugreifen
  • Im Europäischen Wirtschaftsraum steht das neue Feature vorerst noch nicht bereit
  • Fahrzeuge mit integriertem Google-System bekommen das Update erst schrittweise
  • Die Verknüpfung privater Daten ist standardmäßig deaktiviert und freiwillig
  • Das Feature ist vorerst volljährigen Nutzern mit Privatkonten vorbehalten

KI-Assistent lernt Autofahren

Google weitet die Funktionen seines KI-Assistenten Gemini für Fahrzeuge aus und bringt die sogenannte Personal Intelligence auf Android Auto. Durch das Update greift die Software auf Wunsch auf persönliche Nutzerdaten zu, um komplexere Anfragen während der Fahrt zu beantworten. Nutzer in Deutschland und dem restlichen Europäischen Wirtschaftsraum bleiben allerdings vorerst außen vor, da die Funktion hierzulande noch nicht verfügbar ist.

Wer in einer unterstützten Region lebt, kann der KI weitreichende Berechtigungen erteilen. Gemini durchsucht dann verknüpfte Google-Dienste wie Gmail, den Kalender, Fotos, Maps und YouTube. Dadurch lassen sich Aufgaben kombinieren, ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.


Verzahnung der eigenen Daten

Auf dem Weg zum Flughafen kann das System etwa die Gate-Informationen aus einer Bestätigungsmail extrahieren und gleichzeitig den Flugstatus prüfen. Auch der direkte Abruf von Navigationszielen aus dem Kalender ist möglich. Gleiches gilt für die Suche nach einer bestimmten Örtlichkeit anhand eines kürzlich aufgenommenen Fotos aus der Galerie.

Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag erklärt, erhalten Fahrzeuge mit direkt integriertem Google-System die Neuerung schrittweise in den kommenden Monaten. Für diese Modelle gilt zudem, dass persönliche Details nur ausgegeben werden, wenn das Smartphone des Fahrers verbunden ist.

Datenschutz bleibt freiwillig

Die tiefe Integration der persönlichen Daten ist standardmäßig deaktiviert. Nutzer müssen die Verknüpfung in den Einstellungen von Gemini explizit einschalten. Wer die Personal Intelligence bereits in der mobilen App auf seinem Smartphone aktiviert hat, übernimmt das automatisch für das Fahrzeug. Ohne die Zustimmung liefert die Sprachsteuerung weiterhin nur allgemeine Antworten.

Der Suchmaschinenkonzern schränkt die Nutzbarkeit überdies weiter ein. Das Feature steht vorerst nur berechtigten privaten Konten von Personen ab 18 Jahren zur Verfügung. Firmen- oder Bildungskonten aus dem Workspace-Bereich werden nicht unterstützt.

Würdet ihr einer KI im Auto Zugriff auf eure privaten E-Mails und Fotos gewähren oder ist euch das zu riskant? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

11 Must-Have-Apps für Android Auto Diese Anwwendungen machen jede Fahrt besser Siehe auch:
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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