Genialer Trick: Android Auto läuft wieder direkt auf eurem Smartphone

Nach dem offiziellen Aus im Jahr 2022 lässt sich Android Auto ab sofort wieder direkt auf dem Smartphone-Display nutzen. Dank der kostenfreien App PhoneAuto benötigen Autofahrer theoretisch keine externen Bildschirme mehr als Infotain­ment­system.
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WinFuture/Symbolbild
  • Die App PhoneAuto bringt Android Auto direkt zurück auf das Handy-Display
  • Google stellte die Smartphone-Unterstützung im Jahr 2022 komplett ein
  • Zur Simulation nutzt die Software den internen Head Unit Server von Google
  • Der Entwicklermodus muss in den Optionen von Android Auto aktiviert werden
  • Im Querformat läuft die Anzeige dynamisch und ohne merkbare Verzögerungen
  • Das Programm verzichtet völlig auf Werbung, Nutzerkonten sowie Tracking
  • Aktuell gibt es die kostenlose Testversion als APK-Download via GitHub

Android Auto zurück auf dem Smartphone

Mit der Anwendung PhoneAuto des Entwicklerstudios RplayAI lässt sich die Benutzeroberfläche von Android Auto wieder direkt auf dem Handydisplay nutzen. Google hat die offizielle Unterstützung für diese Funktion bereits im Jahr 2022 vollständig eingestellt. Seitdem waren Autofahrer ohne kompatibles Infotainment-System gezwungen, auf Alternativen umzusteigen oder externe Zusatzbildschirme zu kaufen.

Ursprünglich lief Android Auto direkt auf dem Smartphone-Bildschirm. Google kündigte 2019 an, die Option zugunsten des Fahrmodus im Google Assistant aufzugeben. Da der neue Modus anfangs unfertig war, veröffentlichte der Konzern als Übergangslösung die App Android Auto für Smartphone-Displays. Auch diese Variante wurde 2022 endgültig abgeschaltet. PhoneAuto setzt genau da an.

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Entwicklerfunktion simuliert Auto

Das Programm nutzt den sogenannten Head Unit Server, eine lokale Datenschnittstelle für die Softwareentwicklung. Wie 9to5Google in einem Praxistest berichtet, funktioniert das bereits mit der aktuellen Beta-Version. PhoneAuto gibt sich darüber gegenüber dem System als Fahrzeug-Infotainmentsystem aus. Dafür müssen Nutzer in den Einstellungen von Android Auto den Entwicklermodus aktivieren, indem sie mehrfach auf die Versionsnummer tippen.

Sobald der Server läuft, lädt die App den gewohnten Startbildschirm mit Navigation und Musiksteuerung. Im Querformat funktioniert das im Test ohne spürbare Verzögerung. Die Anzeige passt sich dynamisch an die Bildschirmgröße an. Im Hochformat müssen Anwender bei der aktuellen Testversion noch mit spürbaren Verzögerungen rechnen.

Auch die Bildwiederholrate erreicht nicht das Niveau moderner Fahrzeugsysteme. Um den Head Unit Server nicht manuell beenden zu müssen, kann die Software den Vorgang über die Bedienungshilfen von Android teilweise automatisieren. Die Entwickler geben an, dass die App komplett ohne Werbung, Tracking oder ein Benutzerkonto auskommt.

Installation über GitHub

Die Kommunikation mit Android Auto findet demnach lokal auf dem Gerät statt. Derzeit wird PhoneAuto als kostenlose Beta-Version angeboten und muss als APK-Datei über GitHub installiert werden. Eine reguläre Variante für den Google Play Store befindet sich in der Prüfung. Die Testversion soll am 19. Januar 2027 ihre Gültigkeit verlieren. Bis dahin müssen Nutzer eine aktualisierte Datei installieren.

Nutzt ihr Android Auto lieber auf dem Smartphone oder auf dem großen Bildschirm im Fahrzeug? Werdet ihr die neue App ausprobieren? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Siehe auch:
Stefan Trunzik

Leitender Redakteur bei WinFuture.de

IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.

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