Android im Auto: Google baut Play Store per Update kräftig um

Nutzer von Autos mit integrierten Google-Funktionen bekommen bald einen frischen Play Store auf ihr Infotainment-Display. Neben neuen Apps wie Firefox ändert das Update auch den Umgang mit YouTube-Videos beim Fahren - aber es profitiert nicht jeder.
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  • Google verteilt bald ein umfassendes Update für den Play Store in Fahrzeugen
  • Das neue Design passt sich dynamisch an Größe und Format der Bildschirme an
  • Inhalte werden künftig passend zur Fahrsituation oder beim Parken empfohlen
  • Bei der Abfahrt wechseln laufende YouTube-Videos für Abonnenten in den Ton
  • Neue Anwendungen wie Firefox oder Ludo King erweitern das bestehende Angebot
  • Gemeinsam mit Herstellern wie Volvo oder Honda plant Google weitere Updates

Neues Design fürs Auto

Google startet in den kommenden Wochen mit der Verteilung eines Updates für den Play Store in Fahrzeugen mit integrierten Google-Funktionen (Google built-in). Nutzer erhalten unter anderem eine angepasste Benutzeroberfläche. Das Update soll zudem die Suche und Installation der mittlerweile über 700 verfügbaren Apps erleichtern. Der Rollout erfolgt schrittweise und bedarf keiner aktiven Handlung durch den Fahrer.

Um die Neuerung einzuordnen, ist der Unterschied der Systeme wichtig: Während bei Android Auto lediglich die Inhalte eines per Kabel oder drahtlos verbundenen Smartphones auf den Autobildschirm gespiegelt werden, integriert Google built-in die Google-Dienste direkt in das eigenständige Betriebssystem Android Automotive. Daher ist kein Telefon für die Nutzung von Kartendiensten oder Apps erforderlich. Aktuell kommt die Technik in über 100 Modellen von 16 Marken zum Einsatz.


Das neue Layout des Play Stores passt sich laut Google dynamisch an die jeweilige Größe und Ausrichtung des Fahrzeugdisplays an. Ein Navigationsmenü am Rand bündelt Kategorien wie "Apps", "Games" und "Search". Künftig hebt die Startseite empfohlene Anwendungen und situationsbezogene Kollektionen hervor. Beim Parken schlägt das System andere Inhalte vor als während der Fahrt. Downloads starten mit einem einzigen Tippen.

Medienkonsum bei der Fahrt

Parallel zum neuen Design wächst auch der App-Katalog. Titel wie Firefox, Ludo King, Starz und JioHotstar stehen bald zur Verfügung. Sie richten sich primär an Pausenzeiten, etwa während eines Ladevorgangs bei Elektroautos.

Eine weitere Neuerung betrifft YouTube. Wer ein Video bei geparktem Fahrzeug ansieht und anschließend losfährt, muss die Wiedergabe nicht mehr abbrechen. Das System schaltet automatisch das Bild ab und setzt den Inhalt als reinen Audiostream fort. Die Funktion bleibt allerdings Nutzern mit einem kostenpflichtigen YouTube-Premium-Abonnement vorbehalten.

Für die Zukunft sind weitere Audio- und Video-Updates in Fahrzeugen geplant. Hierfür arbeitet der Konzern mit Automobilherstellern wie Honda, Polestar, BYD und Volvo sowie verschiedenen Medienunternehmen zusammen.

Was haltet ihr von den neuen Funktionen fürs Auto? Nutzt ihr ein integriertes System oder bevorzugt ihr die Smartphone-Anbindung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.

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Stefan Trunzik

Leitender Redakteur bei WinFuture.de

IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.

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