300 Hektar ohne Prüfung gerodet:
Finnland stoppt Google-Rechenzentren
Die finnischen Behörden haben den Stopp des Baus von zwei großen Rechenzentren des US-Technologiekonzerns Google angeordnet. Google hat jetzt zwei Wochen Zeit, um alle größeren laufenden Arbeiten an den Projekten einzustellen.
Wie der US-Wirtschaftssender CNBC berichtet, hat die finnische Lizenz- und Aufsichtsbehörde (LVV) eine entsprechende Notiz an die Google-Tochterfirma Tuike Finland Oy herausgegeben, durch die der Bau der beiden Rechenzentren in den Orten Muhos und Kajaani vorläufig gestoppt werden muss. Zunächst soll eine Prüfung der Auswirkungen der Bauvorhaben auf die Umwelt erfolgen.
Tuike Finland Oy muss nun innerhalb einer Woche erklären, wie es zu den bereits weit fortgeschrittenen Arbeiten ohne Prüfung der Umweltverträglichkeit kommen konnte. Die LVV droht unterdessen mit Strafmaßnahmen, wenn Google die vorgeschriebenen Fristen nicht einhält. In einer Stellungnahme gegenüber der BBC erklärte Google zu dem Thema, dass man "in gutem Glauben im Rahmen der Forstgesetze gehandelt" und dabei Maßnahmen ergriffen habe, um den Schutz von Gebieten von hohem natürlichem Wert zu gewährleisten.
Gegenüber CNBC hieß es, dass man die Bedenken der finnischen Behörden nachvollziehen könne und die eigenen hohen Ansprüche nicht ausreichend erfüllt habe. Nach Meinung der LVV muss Google zunächst belegen, wie sich die Baumaßnahmen auf die Landschaft und Umwelt an den beiden Standorten auswirken werden.
Google hat in Muhos und Kajaani insgesamt 2100 Hektar Land erworben, um dort große Rechenzentren zu errichten, über deren endgültige Größe noch keine genauen Angaben gemacht wurden. Der Konzern hat außerdem bereits Verträge mit einer Laufzeit von 22 Jahren geschlossen, bei denen man rund die Hälfte der Kapazitäten des Kernkraftwerks im finnischen Loviisa für die Energieversorgung seiner Rechenzentren nutzen will.
Siehe auch:
- Google muss den Bau von zwei Rechenzentren in Finnland vorläufig stoppen
- Für die finnische KI-Infrastruktur waren 13 Milliarden Euro vorgesehen
- Die finnische Behörde LVV verhängte den Baustopp wegen Umweltauflagen
- Ohne Umweltprüfung wurden vorab bereits gut 300 Hektar Wald abgeholzt
- Insgesamt erwarb der US-Konzern rund 2100 Hektar Land an zwei Standorten
- Ein Kernkraftwerk in Loviisa soll die Energieversorgung sicherstellen
Google hat bereits 300 Hektar Wald gerodet
Google muss bis zum 23. Oktober 2026 den Bau von zwei gigantischen Rechenzentren in Finnland stoppen. Erst vor etwa einem Monat hatte das Unternehmen angekündigt, 13 Milliarden Euro in den Aufbau von KI-Infrastruktur in dem Land zu investieren. Hintergrund des Baustopps sind Umweltschutzauflagen.Wie der US-Wirtschaftssender CNBC berichtet, hat die finnische Lizenz- und Aufsichtsbehörde (LVV) eine entsprechende Notiz an die Google-Tochterfirma Tuike Finland Oy herausgegeben, durch die der Bau der beiden Rechenzentren in den Orten Muhos und Kajaani vorläufig gestoppt werden muss. Zunächst soll eine Prüfung der Auswirkungen der Bauvorhaben auf die Umwelt erfolgen.
Alle schweren Eingriffe müssen vorerst ruhen
Google muss durch die Anordnung der LVV die Abholzung von Bäumen, Erdarbeiten, Abbrüche von Gestein, Erdaustausch und Erdbewegungen, das Ausheben von Gräben und den Bau von Straßen und Lagerbereichen umgehend einstellen. Google hat es offenbar versäumt, für das Vorhaben eine Prüfung der Umweltverträglichkeit durchführen zu lassen. Bisher wurden aber schon gut 300 Hektar Wald gerodet.Tuike Finland Oy muss nun innerhalb einer Woche erklären, wie es zu den bereits weit fortgeschrittenen Arbeiten ohne Prüfung der Umweltverträglichkeit kommen konnte. Die LVV droht unterdessen mit Strafmaßnahmen, wenn Google die vorgeschriebenen Fristen nicht einhält. In einer Stellungnahme gegenüber der BBC erklärte Google zu dem Thema, dass man "in gutem Glauben im Rahmen der Forstgesetze gehandelt" und dabei Maßnahmen ergriffen habe, um den Schutz von Gebieten von hohem natürlichem Wert zu gewährleisten.
Gegenüber CNBC hieß es, dass man die Bedenken der finnischen Behörden nachvollziehen könne und die eigenen hohen Ansprüche nicht ausreichend erfüllt habe. Nach Meinung der LVV muss Google zunächst belegen, wie sich die Baumaßnahmen auf die Landschaft und Umwelt an den beiden Standorten auswirken werden.
Google hat in Muhos und Kajaani insgesamt 2100 Hektar Land erworben, um dort große Rechenzentren zu errichten, über deren endgültige Größe noch keine genauen Angaben gemacht wurden. Der Konzern hat außerdem bereits Verträge mit einer Laufzeit von 22 Jahren geschlossen, bei denen man rund die Hälfte der Kapazitäten des Kernkraftwerks im finnischen Loviisa für die Energieversorgung seiner Rechenzentren nutzen will.
Siehe auch:
- Google will erstes (Mini-)Rechenzentrum auf Satellit ins All schießen
- Google will in großem Stil KI-Rechenzentren in Deutschland bauen
- Google-Rechenzentren wenig öko: KI lässt Energiebedarf 50% steigen
- Google: Explosion in Rechenzentrum hatte mehrere Verletzte zur Folge
- Google steckt erneut eine Milliarde Euro in Rechenzentrum in Holland
Themen:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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