Nvidia: Bug in neuem Game-Ready-Treiber 621.01 sorgt für Bildausfälle

Der neueste GeForce-Treiber 621.01 macht derzeit einige Probleme. Nach der Installation klagen Anwender über schwarze Bildschirme und eingefrorene Videos. Ein Rollback behebt die Fehler. Nutzer sollten mit dem Update vermutlich dennoch abwarten.
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  • Der neue Nvidia GeForce Treiber 621.01 verursacht einige Probleme
  • Beim Abspielen von Videos kommt es zu eingefrorenen Bildschirmen und Rucklern
  • Vor allem Besitzer von modernen RTX-5080-Grafikkarten melden Probleme
  • Betroffene können das Problem durch eine ältere Treiberversion lösen
  • Nutzer sollten mit dem Update noch abwarten bis Nvidia einen Hotfix liefert

Treiber-Update bringt Fehler

Der in dieser Woche veröffentlichte GeForce Game Ready Driver in der Version 621.01 sorgt derzeit bei Nutzern für einige Probleme. Nach der Aktualisierung kommt es zu schwarzen Bildschirmen und komplett eingefrorenen Videos. Nvidia hat die Fehlerberichte am Freitag offiziell als Bug registriert und sammelt nun weitere Diagnosedaten. Anwender, die keine Probleme mit ihren bisherigen Treibern hatten, sollten eine Installation der neuesten Version vorerst aufschieben, bis eine bereinigte Fassung bereitsteht.

Das Problem tritt gehäuft beim Abspielen von Medien in Chrome, Edge und per VLC auf. Starten Nutzer während der Videowiedergabe zusätzlich ein Spiel, wird der Fehler in einigen Fällen direkt ausgelöst. Meist fängt sich das Bild nach wenigen Sekunden wieder, ohne dass ein Neustart des Systems erforderlich wird.


Wie betroffene Nutzer im Forum von Nvidia schreiben, tritt das Fehlverhalten vor allem bei RTX-5080-Grafikkarten auf, wobei auch Besitzer anderer Modelle wie einer RTX 4090 von Problemen berichten. In der Windows-Ereignisanzeige wird bei einem Fehler häufig die Event-ID 153 im Zusammenhang mit der Treiberdatei nvlddmkm protokolliert. Ein Nutzer meldete zudem LiveKernelEvent-Fehler mit den Kennungen 141 und 117, die eine Zeitüberschreitung bei der Grafikkarte anzeigen. Windows startet die Treiberkomponente nach ein paar Sekunden ohne Antwort neu, was das Bild wiederherstellt.

G-Sync und Monitore gestört

Neben den Videohängern verzeichnen einige Systeme Mikroruckler bei aktiviertem G-Sync sowie Probleme mit dem Spannungslimit mVolt+. Die Energieverwaltung taktet im Hochleistungsmodus nicht konstant, was zu schwankenden Bildraten führt. Für manche Nutzer fehlt in der Systemsteuerung zudem das Frame-Generation-Profil C von DLSS, was den Rendering-Fluss stört.

Anwender mit einem Monitor mit 480 Hertz klagen bei eingeschaltetem G-Sync über Bildausfälle alle zehn bis 15 Sekunden. Erst bei einer Reduzierung auf 360 Hertz stabilisiert sich die Anzeige. Ein weiteres Problem besteht beim Starten des PCs oder beim Aufwachen aus dem Energiesparmodus, bei dem der Bildschirm schwarz bleibt. Da Nvidia mit 621.01 vom bisherigen Release-Zweig R615 auf R620 wechselt, wird hier der Ursprung der Videohänger vermutet. Bestätigt ist die Ursache bisher aber nicht.

Rollback als beste Option

Wer nicht zwingend auf die Optimierungen für kommende Spiele wie Phantom Blade Zero oder Crimson Desert Enhanced angewiesen ist, kann die Aussetzer durch ein Rollback auf die Anfang Oktober erschienene Version 617.42 beheben. Für das kürzlich veröffentlichte Call of Duty: Modern Warfare 4 ist diese Version bereits optimiert. Lediglich auf die neue Advanced Shader Delivery muss dann verzichtet werden.

Für einen sauberen Wechsel auf die vorherige Treiberversion lässt sich der installierte fehlerhafte Treiber zuvor mit dem Display Driver Uninstaller (DDU) vollständig entfernen. Auch über die Nvidia-App kann der zuvor installierte Treiber wieder aufgespielt werden. Wann ein offizieller Hotfix für die Fehler erscheint, ist aktuell noch unklar.

Habt ihr den neuen Treiber schon installiert und ähnliche Fehler bemerkt oder läuft bei euch alles problemlos? Schreibt uns eure bisherigen Erfahrungen mit dem Update gerne unten in die Kommentare!

Download Display Driver Uninstaller - DDU-Download (32 und 64 Bit)
Was hilft bei Problemen mit 621.01?
Ein Wechsel zurück auf den vorherigen Treiber in Version 617.42 behebt die fehlerhafte Videowiedergabe. Um restlos alle Daten der fehlerhaften Version zu entfernen, lässt sich für die Deinstallation das Programm Display Driver Uninstaller (DDU) nutzen.
Welche Grafikkarten sind betroffen?
Einem Bericht zufolge melden vor allem Nutzer einer GeForce RTX 5080 die Fehler. Das Problem tritt demnach auch in Systemen auf, an die zwei bis drei Monitore angeschlossen sind. Zudem gibt es Berichte über Abstürze mit der RTX 4090.
Wann genau friert das Bild ein?
Das Bild stoppt meist bei der Videowiedergabe über Chrome, Edge oder VLC, besonders wenn Nutzer nebenbei ein Spiel starten. Der Bildschirm wird dann schwarz, bis Windows den hängenden Grafikkartentreiber nach mehr als zwei Sekunden ohne Rückmeldung automatisch neu startet.

Einem Bericht zufolge kommt es zudem auf Monitoren mit 480 Hertz bei aktiviertem G-Sync (einer Technik zur Bildsynchronisation) alle 10 bis 15 Sekunden zu Ausfällen. Hier hilft es, die Bildwiederholrate testweise auf 360 Hertz zu senken.
Wann bringt Nvidia ein neues Update?
Nvidia nennt noch keinen Termin für eine fehlerfreie Version. Der Hersteller hat das Problem als Bug registriert und bittet betroffene Nutzer derzeit um die Einsendung von Absturzberichten, um den genauen Ursprung der Fehler zu finden.
Welche Spiele brauchen GeForce 621.01?
Wer "Phantom Blade Zero" (erscheint am 28. Oktober) oder "Crimson Desert Enhanced" (29. Oktober) direkt zum Start mit den besten Optimierungen spielen möchte, benötigt zwingend die fehlerhafte Version 621.01.

Für das neue "Call of Duty: Modern Warfare 4" ist bereits der ältere Treiber 617.42 optimiert. Ihr müsst dann lediglich auf "Advanced Shader Delivery" verzichten.
Siehe auch:
Felix Krauth

Redakteur für Windows & Hardware

War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.

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