Drei Raketen, drei Raumschiffe:
So irre plant die NASA Artemis 3
Voraussichtlich im Sommer 2027 soll mit Artemis 3 eine komplexe Testmission starten. In der Erdumlaufbahn soll das Zusammenspiel von drei verschiedenen Raumfahrzeugen erprobt werden, um den Betrieb künftiger Mondlandefähren vorzubereiten.
Dafür sollen drei Raumfahrzeuge auf drei Schwerlastraketen innerhalb kurzer Zeit starten. Den Anfang macht Blue Origin: Eine Testversion der Landefähre Blue Moon Mark 2 soll mit einer New-Glenn-Rakete in eine rund 440 Kilometer hohe Erdumlaufbahn fliegen. Nach einer Explosion bei einem Testlauf im Mai 2026 rechnet Blue Origin laut NASA-Programmleiter Jeremy Parsons damit, die Starts Ende 2026 wieder aufzunehmen.
Diese Grafik veranschaulicht das Einsatzkonzept der NASA für Artemis III
Anschließend soll Orion abkoppeln, um das zweite Manöver vorzubereiten. Da Starship für eine deutlich kürzere Lebensdauer im Orbit ausgelegt ist, erfolgt der Start erst später. SpaceX plant, ein Testmodell von Starship Version 3 in eine Umlaufbahn in rund 382 Kilometer Höhe zu bringen. Orion soll an einem System an der Spitze von Starship andocken. Der Test soll bis zu zwei Stunden dauern, wobei die Astronauten das Raumschiff nicht betreten.
Laut NASA-Chef Jared Isaacman soll Artemis 3 darüber entscheiden, welche der beiden Landefähren Menschen auf die Mondoberfläche bringen soll. An der Folgemission Artemis 4 soll nur eines der beiden Unternehmen teilnehmen. Die NASA plant, die gewonnenen Erkenntnisse in die Vorbereitung der für 2028 anvisierten Mondlandung einfließen zu lassen.
Drei Raketen, drei Raumschiffe und komplexe Andockmanöver: Was haltet ihr von den ambitionierten Plänen für Artemis 3? Teilt eure Gedanken und Erwartungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Vier Astronauten testen im Sommer 2027 Mondlandefähren im Erdorbit
- Blue Origin transportiert die Landefähre Blue Moon mit New Glenn ins All
- Die Crew dockt mit Orion an Blue Moon an und prüft Bordsysteme zwei Tage
- Ein kurzer Kopplungstest mit SpaceX Starship Version 3 ist vorgesehen
- Zusätzliche Tests umfassen Raumanzüge sowie autonome Gesundheitschecks
- Die Resultate bestimmen das Landefahrzeug für die geplante Mondlandung
Vorbereitung für die Mondlandung
Im Rahmen der Mission Artemis 3 sollen die NASA-Astronauten Randy Bresnik, Frank Rubio, Andre Douglas und der ESA-Astronaut Luca Parmitano voraussichtlich im Sommer 2027 in eine erdnahe Umlaufbahn starten. Ziel der für 14 Tage angesetzten Reise ist es, den künftigen Betrieb von Mondlandefähren unter realen Bedingungen im Weltraum zu testen. Die geplanten Manöver sollen Risiken minimieren, bevor 2028 die bemannte Mondlandung ansteht.Dafür sollen drei Raumfahrzeuge auf drei Schwerlastraketen innerhalb kurzer Zeit starten. Den Anfang macht Blue Origin: Eine Testversion der Landefähre Blue Moon Mark 2 soll mit einer New-Glenn-Rakete in eine rund 440 Kilometer hohe Erdumlaufbahn fliegen. Nach einer Explosion bei einem Testlauf im Mai 2026 rechnet Blue Origin laut NASA-Programmleiter Jeremy Parsons damit, die Starts Ende 2026 wieder aufzunehmen.
Diese Grafik veranschaulicht das Einsatzkonzept der NASA für Artemis III
Andocken an zwei Lander
Wie die NASA mitteilt, soll wenige Tage später der Start von Orion auf einer SLS-Rakete folgen. Da die Mission nur in den Erdorbit führt, entfernten die Ingenieure die Oberstufe der Rakete. Nach dem Andocken an Blue Moon Mark 2 soll die Besatzung umsteigen und zwei Tage lang die Lebenserhaltungssysteme, die Steuerung und die Kabinenumgebung prüfen.Anschließend soll Orion abkoppeln, um das zweite Manöver vorzubereiten. Da Starship für eine deutlich kürzere Lebensdauer im Orbit ausgelegt ist, erfolgt der Start erst später. SpaceX plant, ein Testmodell von Starship Version 3 in eine Umlaufbahn in rund 382 Kilometer Höhe zu bringen. Orion soll an einem System an der Spitze von Starship andocken. Der Test soll bis zu zwei Stunden dauern, wobei die Astronauten das Raumschiff nicht betreten.
Rückkehr und Ausblick
Ingenieure wollen bei beiden Rendezvous-Vorgängen Daten über die Kommunikation und die Software der gekoppelten Systeme sammeln. Nach Abschluss der Starship-Demonstration soll Orion für bis zu fünf weitere Tage im Orbit verbleiben. Geplant sind Tests von Raumanzügen sowie eine Machbarkeitsstudie, bei der Astronauten Gesundheitsuntersuchungen ohne direkten Kontakt zur Missionskontrolle durchführen. Zudem sollen Pflanzensamen an Bord mitfliegen. Anschließend soll die Kapsel vor der kalifornischen Küste wassern.Laut NASA-Chef Jared Isaacman soll Artemis 3 darüber entscheiden, welche der beiden Landefähren Menschen auf die Mondoberfläche bringen soll. An der Folgemission Artemis 4 soll nur eines der beiden Unternehmen teilnehmen. Die NASA plant, die gewonnenen Erkenntnisse in die Vorbereitung der für 2028 anvisierten Mondlandung einfließen zu lassen.
Drei Raketen, drei Raumschiffe und komplexe Andockmanöver: Was haltet ihr von den ambitionierten Plänen für Artemis 3? Teilt eure Gedanken und Erwartungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Mondlandung 2028: NASA ändert Artemis-III-Pläne schon wieder
- NASA: Astronauten für Artemis-III-Mission stehen fest, sorgen für Eklat
- Jetzt verschiebt die NASA auch noch die geplante Mondlandung
- Artemis-Mondmission: SpaceX Starship-Start offenbart massive Mängel
- SpaceX-Raketenstart: Starship soll heute erstmals in den Orbit
Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
Videos zum Thema
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- NASA-Video zeigt Blick auf den Starship-Start von der ISS
- Reise in ein schwarzes Loch: Die NASA zeigt, wie das aussehen würde
- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
- NASA-Video zeigt beeindruckende Vorschau auf die Projekte von 2024
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