Huawei Mate XT2: Doppelt faltbares Smartphone klappt jetzt nach innen

Samsung hat das Galaxy Z TriFold vor einigen Monaten nach einer überraschend kurzen Zeit auslaufen lassen. Mit dem Huawei Mate XT2 kommt jetzt erstmals wieder ein neues "TriFold"-Smartphone auf den Markt, mit dem der chinesische Hersteller den Formfaktor des Samsung-Modells adaptiert.
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Huawei
  • Das neue Huawei Mate XT2 faltet sein 10,2 Zoll großes Hauptdisplay nach innen
  • Ein zusätzliches Außendisplay mit 6,5 Zoll schützt den großen Hauptbildschirm
  • Der neue Kirin 9050 Pro Prozessor trotzt durch Logic Folding dem US-Embargo
  • Auf der Rückseite ist ein Kamerasystem mit vier RYYB-Sensoren verbaut
  • Der dreigeteilte Akku hat eine Kapazität von insgesamt 5600 Milliamperestunden
  • Das faltbare Smartphone startet in China zu einem Preis von rund 2500 Euro

Huawei lässt sein "TriFold" jetzt auch nach innen falten

Das Huawei Mate XT besaß schon 2024 ein 10,2 Zoll großes Display, das mit zwei Scharnieren in drei Segmente unterteilt und so gefaltet werden konnte. Allerdings blieb das teure faltbare OLED-Display bei Huaweis "nach außen" zu faltendem Design immer anfällig für Schäden, auch wenn so ein zusätzliches Außendisplay vermieden werden konnte.

Beim Huawei Mate XT2 übernimmt der chinesische Hersteller jetzt den Formfaktor von Samsungs TriFold, bei dem das weiterhin 10,2 Zoll große faltbare Hauptdisplay "nach innen" gefaltet wird, während man auf der Rückseite ein zusätzliches OLED-Display mit einer Diagonale von 6,5 Zoll addiert, um das Gerät in geschlossenem Zustand wie ein reguläres Smartphone nutzbar zu machen. Huawei Mate XT2Huawei Mate XT 2 Das große Falt-Display arbeitet mit 3184 x 2232 Pixeln und bietet somit eine erstaunlich hohe Pixeldichte von 382 Pixel pro Zoll. Das Panel wird von "Ultra-Thin-Glass" geschützt. Das außen liegende Zusatzdisplay arbeitet hingegen mit 2442 x 1140 Pixeln und besitzt eine Abdeckung aus kratzresistentem Glas. Huawei Mate XT2Huawei Mate XT2: Großes Hauptdisplay mit 10,2 Zoll Beide Displays nutzen LTPO-Technologie und liefern so eine flexible Bildwiederholrate von einem bis 120 Hertz. In einer Sonderedition bietet Huawei das Gerät auch mit einer "Spirit Shield" genannten Funktion an, die die Inhalte auf dem großen Hauptbildschirm ähnlich wie beim Galaxy S26 Ultra von Samsung durch einen Spezialmodus vor seitlicher Betrachtung schützen soll.

Neuer Kirin 9050 Pro umgeht US-Embargo

In dem zusammengefaltet nur 12,3 Millimeter dünnen Mate XT2 steckt nach Angaben von Huawei der neue Kirin 9050 Pro, bei dem es sich um den ersten Chip des Unternehmens handelt, der mit "Logic Folding" eine höhere Transistordichte erreicht.

Huawei Mate XT2Huawei Mate XT2Huawei Mate XT2Huawei Mate XT2

Der Chip wird wahrscheinlich bei SMIC mit einem Strukturbreitenäquivalent von etwa sieben Nanometern gefertigt und soll durch die neue Fertigungstechnik die Hürden bei der Leistungssteigerung überwinden, die durch den Mangel an hochmodernen Produktionsanlagen für Chips mit geringen Strukturbreiten von nur zwei oder weniger Nanometern entstehen.

Huawei verspricht, dass die CPU ein Leistungsplus von knapp 50 Prozent erreicht, während die Performance der Grafikeinheit sogar um fast 150 Prozent erhöht worden sein soll. Je nach Variante besitzt das Mate XT2 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 oder 512 Gigabyte bzw. sogar ein bzw. zwei Terabyte Flash-Speicher.

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High-End-Kamerasystem auf der Rückseite

Auf der Rückseite des Geräts tun gleich vier Kameras ihren Dienst. Die Hauptkamera nutzt einen RYYB-Sensor im 1/1,28"-Format mit stufenlos variabler Blendengröße zwischen F/1.49 und F/4.0, der eine Auflösung von 50 Megapixeln und einen optischen Bildstabilisator mitbringt. Dazu kommt auch noch eine Zoom-Kamera mit RYYB-Sensor und 50 Megapixeln, die ebenfalls über einen optischen Bildstabilisator verfügt.

Auch bei der Ultraweitwinkelkamera setzt Huawei auf einen RYYB-Sensor, dessen Auflösung man mit 40 Megapixeln angibt. Zusätzlich installiert der chinesische Anbieter auch noch einen speziellen Farbsensor, der helfen soll, die tatsächlichen Farbspektren der jeweiligen Motive zu erfassen. Videos werden beim Mate XT2 mit maximal 4K-Auflösung erfasst. Bei einem speziellen Zeitlupenmodus sind mittels KI-gestützter Frame-Interpolation bis zu 960 FPS in 1080p-Auflösung möglich.

Im Hauptdisplay und dem Zusatzbildschirm sitzt jeweils eine 8-Megapixel-Kamera mit F/2.4-Blende, wobei Huawei außen auf einen pillenförmigen Ausschnitt setzt, um dort einen zusätzlichen Sensor für die Face-ID-ähnliche Gesichtserkennung zu integrieren.

Das Huawei Mate XT2 besitzt einen auf alle drei Gehäusesegmente verteilten 5600-mAh-Akku, dessen Nennkapazität man mit 5450 mAh angibt. Er kann mit bis zu 66 Watt per Kabel schnell geladen werden, wobei mittels Huawei SuperCharge drahtlos auch bis zu 50 Watt erreicht werden können.

Zur weiteren Ausstattung gehören außerdem Bluetooth 6.0, Wi-Fi 7, NFC und Unterstützung für Satellitentelefonie über ein chinesisches Satellitennetz. Das Gerät läuft mit dem Huawei-eigenen HarmonyOS 7 und besitzt ein nach IP58- bzw. IP59- gegen Staub und Spritzwasser geschütztes Gehäuse. Huawei bietet das Mate XT 2 in drei verschiedenen Farben an, wobei der Einstiegspreis bei 19.999 Yuan liegt. Dies entspricht umgerechnet gut 2500 Euro. Ob und wann eine Verfügbarkeit außerhalb Chinas zu erwarten ist, verriet der Hersteller bisher noch nicht.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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