0patch startet "Micropatching" jetzt auch für Office 2021

Microsoft Office 2021 erhält in Kürze offiziell keine Sicherheits­updates mehr - doch mit 0patch von Acros Security gibt es eine inoffizielle, kostenpflichtige Alternative als Brückenlösung für alle, die ihre bestehende Installation länger sicher nutzen wollen.
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    Office 2021 läuft weiter - aber nur mit Zusatzkosten

    Am 13. Oktober 2026 stellt Microsoft den Support für Office 2021 ein. Ab dann gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Wer die Suite weiter nutzen will, kann aber ähnlich wie schon für veraltete Windows-Versionen auf neue 0patch-Updates des slowenischen Unternehmens Acros Security zurückgreifen.

    Das Unternehmen bietet "inoffizielle" Sicherheits-Patches für mindestens drei weitere Jahre an - ohne Neustart und ohne Änderung der originalen Office-Dateien. Das berichtet Neowin.


    Was am 13. Oktober 2026 passiert

    Microsoft beendet an diesem Tag den Lebenszyklus von Office LTSC 2021 und der Retail-Version Office 2021 für Windows und Mac. Word, Excel, PowerPoint, Outlook, Access und andere Programme erhalten danach keine Sicherheitsupdates, Bugfixes oder technischen Support mehr.

    Die Software bleibt zwar lauffähig, neu entdeckte Schwachstellen werden jedoch nicht mehr geschlossen. Anders als bei Windows 10 gibt es für Office 2021 kein Extended-Security-Updates-Programm (ESU) von Microsoft. Microsoft empfiehlt als Upgrade Microsoft 365 (Cloud-Abonnement) oder die neuere Perpetual-Version Office 2024. Als Alternative wird häufig LibreOffice genannt.

    0patch: So funktioniert das "Micropatching"

    0patch arbeitet anders als klassische Updates. Statt ganze DLL- oder EXE-Dateien auszutauschen, injiziert der Dienst winzige Code-Fragmente - sogenannte Micropatches - direkt in den Arbeitsspeicher laufender Prozesse. Die originalen Office-Binärdateien auf der Festplatte bleiben unverändert. Anwender müssen den PC oder Office-Programme nicht neu starten, wenn ein Patch eingespielt wird. Laut Anbieter lassen sich die Patches bei Problemen ebenso schnell wieder entfernen.

    Inhaltlich konzentriert sich 0patch auf kritische Sicherheitslücken, die nach dem 13. Oktober 2026 wahrscheinlich aktiv ausgenutzt werden. Der Ansatz ähnelt dem in der IT-Sicherheit bekannten "Virtual Patching" oder "Vulnerability Shielding": Exploit-Versuche werden abgefangen, ohne den eigentlichen Programmcode zu verändern.

    Kosten und Zielgruppe

    Die Office-2021-Unterstützung ist in den kostenpflichtigen Plänen PRO und Enterprise enthalten. Für Enterprise nennt 0patch derzeit 34,95 Euro zzgl. Steuer pro Rechner und Jahr. Der Tarif richtet sich an mittlere und große Organisationen und bietet Funktionen wie zentrale Verwaltung, Rollen, Computer-Gruppen, gruppenbasierte Patch-Richtlinien sowie Single Sign-On. Die Pläne decken zusätzlich auch andere Sicherheits-Patches ab, etwa für Windows-Versionen, deren offizieller Support bereits ausgelaufen ist - alles unter einer Lizenz.

    Laut Anbieter liefert 0patch ausschließlich Sicherheits-Patches und Support rund um den eigenen Dienst, keine allgemeine technische Hilfe für Office 2021.

    Was das für Nutzer bedeutet

    0patch bietet eine Option, um Office 2021 über den offiziellen End-of-Support-Termin hinaus sicherer zu betreiben - allerdings gegen Gebühr und mit Fokus auf kritische Lücken, nicht auf Komfort-Updates oder neue Funktionen. Ob sich das lohnt, hängt von der individuellen Risikoabwägung, der geplanten Upgrade-Roadmap und den Kosten für einen Wechsel auf Microsoft 365 oder Office 2024 ab.

    Nutzt ihr Office 2021 und haltet das für eine gangbare Lösung? Schreibt uns in die Kommentare, wie euer Upgrade-Plan aussieht.
    Zusammenfassung
    • Der offizielle Microsoft-Support für Office 2021 endet im Oktober 2026
    • Nach dem Support-Ende stellt Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr bereit
    • Das Unternehmen Acros Security bietet inoffizielle Patches für drei Jahre an
    • Die Micropatches werden direkt und ohne Neustart in den Speicher geladen
    • Der Service ist kostenpflichtig und kostet rund 35 Euro pro Gerät und Jahr

    Siehe auch:


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