Flash-Speicher: Chinesischer Hersteller will schon 2027 zur Nr.1 werden
Der chinesische Speicherhersteller YMTC will bereits im nächsten Jahr der nach Stückzahlen größte Hersteller von Flash-Speicher werden. Dies soll das Unternehmen gegenüber Investoren angekündigt haben. Sollten die Chinesen das Ziel erreichen, würden sie Samsung und SK Hynix den Rang ablaufen.
Konkret strebt YMTC den Spitzenplatz unter den Herstellern von NAND-Flash ab Ende 2027 an, meldet die Financial Times unter Berufung auf mehrere Quellen, die von den Plänen des chinesischen Herstellers erfahren haben. Mit dem geplanten Börsengang will man das nötige Kapital für den weiteren Ausbau der Fertigungskapazitäten einsammeln.
Nachdem die Hersteller im letzten Jahr rund 71 Milliarden Dollar (etwa 61 Milliarden Euro) aus dem Verkauf von Flash-Speicher erwirtschaftet hatten, sind die Preise aufgrund des Speicherhungers der KI-Anbieter extrem gestiegen. Für 2026 erwartet TrendForce deshalb Umsätze von bis zu 300 Milliarden Dollar (etwa 258 Milliarden Euro), während bis 2030 ein weiterer Anstieg auf ganze 490 Milliarden Dollar (etwa 422 Milliarden Euro) Jahresumsatz prognostiziert wird.
Weil die chinesischen Hersteller YMTC und CXMT nach ihren jeweiligen Börsengängen massiv in den Ausbau ihrer Kapazitäten investieren wollen, wächst allerdings auch die Sorge, dass das starke Wachstum aus der Fertigung von Flash-Speicher nicht langfristig gehalten werden kann.
Sobald man sich einer Sättigung des Marktes nähert, dürften mögliche Überkapazitäten zu einem Absturz der Umsätze und damit auch der Börsenwerte der jeweiligen Hersteller führen, warnen manche Analysten laut dem Bericht. Andere sind hingegen der Meinung, dass die Nachfrage durch die KI-Branche deutlich schneller wachsen wird als die Kapazitäten der Fertiger.
Siehe auch:
- Der Speicherhersteller YMTC plant seinen baldigen Gang an die Börse
- Bis Ende 2027 will das Unternehmen die NAND-Weltmarktführung übernehmen
- Mit Staatsgeld und Börsenkapital soll die Produktion massiv wachsen
- YMTC ist derzeit der drittgrößte Anbieter hinter Samsung und SK Hynix
- KI-Technologien lassen den Bedarf an Flash-Speicher rasant ansteigen
- Analysten warnen vor möglichen Überkapazitäten bei einer Marktsättigung
YMTC will Samsung & SK Hynix bis Ende 2027 überholen
Der im chinesischen Wuhan ansässige Speicherhersteller Yangtze Memory Technology Corporation (YMTC) steht kurz vor dem Gang an die Börse. Gegenüber Investoren und Anteilseignern soll das Unternehmen große Pläne für eine weitere Expansion seiner Fertigungskapazitäten verkündet haben, durch die man rasch an die Weltspitze vordringen will.Konkret strebt YMTC den Spitzenplatz unter den Herstellern von NAND-Flash ab Ende 2027 an, meldet die Financial Times unter Berufung auf mehrere Quellen, die von den Plänen des chinesischen Herstellers erfahren haben. Mit dem geplanten Börsengang will man das nötige Kapital für den weiteren Ausbau der Fertigungskapazitäten einsammeln.
Staatliches Geld soll Flash-Dominanz sichern
Zusätzlich sollen staatliche Subventionen genutzt werden, um die Produktionsmengen schnell zu erhöhen und weitere Investitionen in Fertigung und Entwicklung zu tätigen. Aktuell ist YMTC laut dem Marktforschungsunternehmen TrendForce bereits der drittgrößte Flash-Hersteller nach Samsung und SK Hynix, die beide aus Südkorea stammen.Nachdem die Hersteller im letzten Jahr rund 71 Milliarden Dollar (etwa 61 Milliarden Euro) aus dem Verkauf von Flash-Speicher erwirtschaftet hatten, sind die Preise aufgrund des Speicherhungers der KI-Anbieter extrem gestiegen. Für 2026 erwartet TrendForce deshalb Umsätze von bis zu 300 Milliarden Dollar (etwa 258 Milliarden Euro), während bis 2030 ein weiterer Anstieg auf ganze 490 Milliarden Dollar (etwa 422 Milliarden Euro) Jahresumsatz prognostiziert wird.
Weil die chinesischen Hersteller YMTC und CXMT nach ihren jeweiligen Börsengängen massiv in den Ausbau ihrer Kapazitäten investieren wollen, wächst allerdings auch die Sorge, dass das starke Wachstum aus der Fertigung von Flash-Speicher nicht langfristig gehalten werden kann.
Sobald man sich einer Sättigung des Marktes nähert, dürften mögliche Überkapazitäten zu einem Absturz der Umsätze und damit auch der Börsenwerte der jeweiligen Hersteller führen, warnen manche Analysten laut dem Bericht. Andere sind hingegen der Meinung, dass die Nachfrage durch die KI-Branche deutlich schneller wachsen wird als die Kapazitäten der Fertiger.
Siehe auch:
- Speicherkrise: Kein Flash seit Oktober, Transcend sitzt auf'm Trockenen
- TeamGroup: Neue interne SSD zerstört Flash-Speicher per Killswitch
- Preisverfall: Samsung setzt Fertigung von Flash-Speicher teilweise aus
- Preisverfall: Samsung reduziert Flash-Speicher-Produktion nun doch
- Billiger wird's nicht: Flash-Speicher-Fertigung teurer als Verkaufspreise
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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