Weniger Spam: LinkedIn-Nutzer meldeten eine Million Mal "KI-Slop"
LinkedIn bekämpft KI-Inhalte mit einem simplen Melde-Button. Eine Million Warnungen der Nutzer schränken die Reichweite von Text-Spam drastisch ein. Ein Verbot künstlicher Schreibhilfen lehnt die Plattform jedoch weiterhin konsequent ab.
Die Resonanz auf das neue Werkzeug fällt hoch aus. Innerhalb von nur zwei Wochen haben Mitglieder die Meldefunktion mehr als eine Million Mal genutzt. Zuvor hatten Analysen ergeben, dass schätzungsweise 41 Prozent der längeren Texte auf dem Netzwerk vollständig von künstlicher Intelligenz verfasst wurden.
Um gezieltes Mobbing zu verhindern, wertet das System stets viele verschiedene Signale gemeinsam aus. Zusätzlich führt das Unternehmen eine neue Benachrichtigung ein. Wenn ein Beitrag häufig als KI-generiert gemeldet wird, erhält der Verfasser künftig einen entsprechenden Hinweis in seinen Beitragsstatistiken. Das soll Nutzern als konstruktives Feedback dienen, um ihren Schreibstil authentischer zu gestalten.
LinkedIn setzt bei der Bekämpfung von maschinell erstellten Texten auf eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehören manuelle Meldungen durch die Community über das Beitragsmenü sowie verbesserte automatisierte Erkennungssysteme im Hintergrund. Zudem entfernte die Plattform die eigene Funktion zur KI-gestützten Beitragsverbesserung.
Obwohl die Sichtbarkeit von maschinell erstellten Texten sinkt, bleibt ein Aspekt ungelöst. Es ist unklar, ob die absolute Zahl solcher Veröffentlichungen tatsächlich zurückgeht. Das Netzwerk konzentriert sich derzeit primär darauf, die Reichweite von generischen Beiträgen zu begrenzen. Ein kategorisches Verbot von KI-basierten Text-Werkzeugen ist nicht geplant.
Nutzt ihr den neuen Melde-Button auf LinkedIn bereits aktiv? Nerven euch KI-generierte Beiträge oder seht ihr darin auch Vorteile? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Kampf gegen KI-Inhalte gestartet
Das Karriere-Netzwerk LinkedIn hat Ende Juli 2026 eine neue Funktion eingeführt, um gegen massenhaft erstellte, minderwertige Beiträge vorzugehen. Nutzer können seitdem Inhalte über ein Menü als vermeintlichen KI-Müll markieren. Ziel der Maßnahme ist es, die Qualität des Feeds auf der Plattform zu verbessern und den Fokus wieder auf echte menschliche Interaktionen zu lenken.Die Resonanz auf das neue Werkzeug fällt hoch aus. Innerhalb von nur zwei Wochen haben Mitglieder die Meldefunktion mehr als eine Million Mal genutzt. Zuvor hatten Analysen ergeben, dass schätzungsweise 41 Prozent der längeren Texte auf dem Netzwerk vollständig von künstlicher Intelligenz verfasst wurden.
Erste Erfolge und neue Warnungen
Wie Chief Product Officer Hari Srinivasan in einem Post schreibt, zeige das Vorgehen bereits messbare Wirkung. Die Aufrufe von Inhalten, die das System als KI-generiert einstuft, seien innerhalb weniger Wochen um 40 Prozent gesunken. Dabei betonte der Manager, dass eine einzelne Meldung nicht ausreiche, um die Reichweite eines Beitrags einzuschränken.Um gezieltes Mobbing zu verhindern, wertet das System stets viele verschiedene Signale gemeinsam aus. Zusätzlich führt das Unternehmen eine neue Benachrichtigung ein. Wenn ein Beitrag häufig als KI-generiert gemeldet wird, erhält der Verfasser künftig einen entsprechenden Hinweis in seinen Beitragsstatistiken. Das soll Nutzern als konstruktives Feedback dienen, um ihren Schreibstil authentischer zu gestalten.
LinkedIn setzt bei der Bekämpfung von maschinell erstellten Texten auf eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen. Dazu gehören manuelle Meldungen durch die Community über das Beitragsmenü sowie verbesserte automatisierte Erkennungssysteme im Hintergrund. Zudem entfernte die Plattform die eigene Funktion zur KI-gestützten Beitragsverbesserung.
Ursachen und Baustellen
Die Plattform hatte die Verbreitung von automatisierten Texten in der Vergangenheit selbst gefördert. So gab es zeitweise eine prominente Schaltfläche, mit der Mitglieder ihre Beiträge durch künstliche Intelligenz umschreiben lassen konnten. Die Funktion wurde im Zuge der neuen Qualitäts-Offensive jedoch wieder entfernt. Stattdessen bietet das Netzwerk nun eine simplere Korrekturhilfe an, die weniger stark in den Text eingreift.Obwohl die Sichtbarkeit von maschinell erstellten Texten sinkt, bleibt ein Aspekt ungelöst. Es ist unklar, ob die absolute Zahl solcher Veröffentlichungen tatsächlich zurückgeht. Das Netzwerk konzentriert sich derzeit primär darauf, die Reichweite von generischen Beiträgen zu begrenzen. Ein kategorisches Verbot von KI-basierten Text-Werkzeugen ist nicht geplant.
Nutzt ihr den neuen Melde-Button auf LinkedIn bereits aktiv? Nerven euch KI-generierte Beiträge oder seht ihr darin auch Vorteile? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- LinkedIn hat eine neue Funktion zum Melden von KI-Beiträgen eingeführt
- Nutzer haben das Melde-Werkzeug in zwei Wochen über eine Million Mal genutzt
- Zuvor wurden schätzungsweise 41 Prozent aller langen Texte durch KI erstellt
- Die Aufrufe von als KI-Inhalt eingestuften Beiträgen sanken um 40 Prozent
- Eine eigene Funktion zur KI-gestützten Textverbesserung wurde entfernt
- Das Netzwerk will die Reichweite generischer Inhalte gezielt einschränken
Siehe auch:
- Spionage-Vorwurf: LinkedIn scannt heimlich Browser-Erweiterungen
- Jetzt abschalten: LinkedIn teilt bald Daten automatisch mit Microsoft-KI
- LinkedIn-Chef übernimmt Office: Microsoft setzt voll auf KI im Büro
- Microsoft stellt das große LinkedIn auf seine eigene Linux-Distro um
- Gericht: LinkedIn darf "Do Not Track"-Vorgaben nicht einfach ignorieren
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