Microsoft stellt das große LinkedIn auf seine eigene Linux-Distro um
Microsofts Social Network LinkedIn wird künftig auf Microsofts eigenem Linux-Betriebssystem laufen. Das wollte man eigentlich schon früher realisieren - nach hunderten Entlassungen rückte man Ende letzten Jahres davon aber ab.
Microsoft hätte durchaus auch die Möglichkeit gehabt, auf das neue CentOS Stream zu wechseln. Allerdings gab es Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit und des Supports. Dies wurde als einer der Gründe für den Wechsel zu Azure Linux benannt. Microsoft hebt hervor, dass Azure Linux durch starken Support glänzt und dadurch auf Augenhöhe mit anderen großen Linux-Distributoren agiert.
Technisch gesehen läuft LinkedIn auf dem XFS-Dateisystem, das auch in Red Hat Enterprise Linux (RHEL) standardmäßig verwendet wird - mit Ausnahme der Hadoop-Instanzen. Die Azure-Linux-Teams mussten daher XFS-Unterstützung in ihre komplette Distribution integrieren. Zudem hat Microsoft ein internes Repository für signierte Kernel entwickelt, um die Anforderungen der Azure-Cloud, die auf signierte Kernel besteht, zu erfüllen.
Ein interessanter Aspekt der Umstellung ist der Einsatz von DKMS (Dynamic Kernel Module Support), um Treiber dynamisch in die Kernel zu integrieren, was darauf hindeutet, dass Nvidia-Grafikkarten verwendet werden. Da Azure Linux jedoch keine grafische Benutzeroberfläche bietet, haben die Entwickler eine Möglichkeit gefunden, lokale IDEs wie Microsofts Visual Studio Code und JetBrains IntelliJ mit den Azure Linux VMs zu verbinden.
Durch die Entscheidung, LinkedIn auf Azure Linux umzustellen, setzt Microsoft auch ein Zeichen für die Weiterentwicklung und Stärkung seiner eigenen Cloud- und Linux-Angebote. Die Migration stellt nicht nur eine technische Herausforderung dar, sondern könnte auch bedeutende funktionale Verbesserungen in zukünftigen Azure-Linux-Versionen mit sich bringen.
Siehe auch:
CentOS ist raus
Bisher laufen die LinkedIn-Server auf der Linux-Distribution CentOS 7. Diese bekommt aber bereits keinen offiziellen Support mehr, weshalb Microsoft aktiv werden musste. Dies nimmt man nun zum Anlass, das Online-Angebot gleich auf Azure Linux zu migrieren.Microsoft hätte durchaus auch die Möglichkeit gehabt, auf das neue CentOS Stream zu wechseln. Allerdings gab es Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit und des Supports. Dies wurde als einer der Gründe für den Wechsel zu Azure Linux benannt. Microsoft hebt hervor, dass Azure Linux durch starken Support glänzt und dadurch auf Augenhöhe mit anderen großen Linux-Distributoren agiert.
Technisch gesehen läuft LinkedIn auf dem XFS-Dateisystem, das auch in Red Hat Enterprise Linux (RHEL) standardmäßig verwendet wird - mit Ausnahme der Hadoop-Instanzen. Die Azure-Linux-Teams mussten daher XFS-Unterstützung in ihre komplette Distribution integrieren. Zudem hat Microsoft ein internes Repository für signierte Kernel entwickelt, um die Anforderungen der Azure-Cloud, die auf signierte Kernel besteht, zu erfüllen.
Ein interessanter Aspekt der Umstellung ist der Einsatz von DKMS (Dynamic Kernel Module Support), um Treiber dynamisch in die Kernel zu integrieren, was darauf hindeutet, dass Nvidia-Grafikkarten verwendet werden. Da Azure Linux jedoch keine grafische Benutzeroberfläche bietet, haben die Entwickler eine Möglichkeit gefunden, lokale IDEs wie Microsofts Visual Studio Code und JetBrains IntelliJ mit den Azure Linux VMs zu verbinden.
Support für Linux
Microsoft hat eine lange Geschichte darin, eigene Produkte intern einzusetzen, auch bekannt als "Dogfooding". Bereits bei der Übernahme von Hotmail im Jahr 1997 wechselte das Unternehmen schrittweise von Apache auf FreeBSD zu Windows Server, wobei die vollständige Umstellung erst 2003 abgeschlossen wurde. Dieser Ansatz führte zu erheblichen Verbesserungen in der Stabilität und Kompatibilität der eigenen Server-Produkte.Durch die Entscheidung, LinkedIn auf Azure Linux umzustellen, setzt Microsoft auch ein Zeichen für die Weiterentwicklung und Stärkung seiner eigenen Cloud- und Linux-Angebote. Die Migration stellt nicht nur eine technische Herausforderung dar, sondern könnte auch bedeutende funktionale Verbesserungen in zukünftigen Azure-Linux-Versionen mit sich bringen.
Zusammenfassung
- LinkedIn wechselt von CentOS 7 zu Azure Linux
- Microsoft migriert LinkedIn aufgrund auslaufenden Supports
- Azure Linux bietet starken Support und Zuverlässigkeit
- LinkedIn setzt auf XFS-Dateisystem, ähnlich wie RHEL
- Microsoft entwickelt signierte Kernel für Azure-Cloud
- DKMS wird genutzt für dynamische Treiberintegration
- Microsoft praktiziert internes Dogfooding seit 1997
- Migration fördert Entwicklung von Azure Linux weiter
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