Für Astronauten: 3D-Drucker produziert aus Plastikmüll essbare Kekse
Forscher haben eine Methode entwickelt, um Plastikmüll und Pflanzenreste in essbare Kekse zu verwandeln. Spezielle Hefekulturen wandeln den Abfall in Nährstoffe um. Die Technologie könnte Astronauten auf langen Missionen ernähren.
Der Produktionsprozess kombiniert chemische und biologische Schritte. Zunächst zersetzt die oxidative hydrothermale Auflösung den Kunststoff unter hohem Druck und starker Hitze mit Wasser und Sauerstoff in flüssige Kohlenstoffbausteine. Das gewonnene Material dient anschließend als Nahrung für genetisch angepasste Hefekulturen. Die Mikroorganismen wandeln die Bausteine dann in essbare Nährstoffe um. Ein 3D-Drucker formt die teigartige Masse schichtweise, bevor sie in einer herkömmlichen Mikrowelle aushärtet.
Auf YouTube ansehen
Es gibt allerdings noch technische und wirtschaftliche Hürden. Aktuell liegen die Produktionskosten bei etwa 51 Euro pro Kilogramm, was für den Massenmarkt zu teuer ist. Zudem dauert der Prozess ein bis zwei Tage und wandelt derzeit nur gut die Hälfte des Kohlenstoffs in Nahrung um. Etwa zehn Prozent des Materials entweichen als Abgas. Die Entwickler planen, die Effizienz durch die Rückführung ungenutzter Materialien künftig deutlich zu steigern.
Langfristig soll die Methode dabei helfen, globale Ernährungsprobleme und die Plastikverschmutzung gleichzeitig anzugehen. Eine Herausforderung bleibt die psychologische Hürde der Verbraucher, aus Abfall gewonnene Lebensmittel zu akzeptieren. Um das zu überwinden, wollen die Ingenieure auf Aufklärungskampagnen setzen, um die Sicherheit und den Nährwert der Produkte in den Vordergrund zu stellen.
Würdet ihr einen Keks essen, der aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wurde? Teilt eure Bedenken und Meinungen zu der Technologie gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Vom Plastikmüll zum Weltraum-Snack
Wissenschaftler haben heute ein Verfahren vorgestellt, das Polyethylenterephthalat, besser bekannt unter dem Kürzel PET, sowie landwirtschaftliche Abfälle in nahrhafte Kekse umwandelt. Das Projekt zielt primär darauf ab, die Nahrungsversorgung für Raumfahrer auf mehrjährigen Marsmissionen sicherzustellen. Die sogenannten µBites bestehen aus Proteinen, Fetten und Vitaminen. Die Besonderheit dabei: Alle Nährstoffe werden direkt aus dem Kohlenstoff des recycelten Abfalls gewonnen.Der Produktionsprozess kombiniert chemische und biologische Schritte. Zunächst zersetzt die oxidative hydrothermale Auflösung den Kunststoff unter hohem Druck und starker Hitze mit Wasser und Sauerstoff in flüssige Kohlenstoffbausteine. Das gewonnene Material dient anschließend als Nahrung für genetisch angepasste Hefekulturen. Die Mikroorganismen wandeln die Bausteine dann in essbare Nährstoffe um. Ein 3D-Drucker formt die teigartige Masse schichtweise, bevor sie in einer herkömmlichen Mikrowelle aushärtet.
Auf YouTube ansehenGeschmackstest steht noch aus
Wie Forscher in einer Mitteilung der American Chemical Society schreiben, stehe die behördliche Genehmigung für menschliche Verkostungen noch aus. Bisherige Laboranalysen zeigten jedoch, dass die Kekse sicher seien und keine Toxine, Schwermetalle oder Pathogene enthielten. Bei blinden sensorischen Tests habe das Produkt durch einen angenehmen Geruch gepunktet. Spezielle Hefestränge erzeugen zudem natürliches Vanillearoma und Beta-Carotin, welches der Körper in Vitamin A umwandelt.Es gibt allerdings noch technische und wirtschaftliche Hürden. Aktuell liegen die Produktionskosten bei etwa 51 Euro pro Kilogramm, was für den Massenmarkt zu teuer ist. Zudem dauert der Prozess ein bis zwei Tage und wandelt derzeit nur gut die Hälfte des Kohlenstoffs in Nahrung um. Etwa zehn Prozent des Materials entweichen als Abgas. Die Entwickler planen, die Effizienz durch die Rückführung ungenutzter Materialien künftig deutlich zu steigern.
Nutzen für Krisengebiete
Das System wurde ursprünglich für einen Wettbewerb im Bereich der Raumfahrt konzipiert. Die kompakten Anlagen bieten jedoch auch auf der Erde vielfältige Einsatzmöglichkeiten in ressourcenarmen Umgebungen. Denkbar sind die Versorgung von Besatzungen in U-Booten, die Nahrungsmittelproduktion in Katastrophengebieten sowie der Einsatz in extremen Klimazonen wie der Antarktis.Langfristig soll die Methode dabei helfen, globale Ernährungsprobleme und die Plastikverschmutzung gleichzeitig anzugehen. Eine Herausforderung bleibt die psychologische Hürde der Verbraucher, aus Abfall gewonnene Lebensmittel zu akzeptieren. Um das zu überwinden, wollen die Ingenieure auf Aufklärungskampagnen setzen, um die Sicherheit und den Nährwert der Produkte in den Vordergrund zu stellen.
Würdet ihr einen Keks essen, der aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wurde? Teilt eure Bedenken und Meinungen zu der Technologie gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Forschende verwandeln PET-Plastikmüll in nahrhafte Kekse für das All
- Das Projekt µBites soll Astronauten auf dem Weg zum Mars verpflegen
- Spezielle Hefekulturen wandeln die Kohlenstoffbausteine in Nahrung um
- Ein 3D-Drucker formt den Teig, der anschließend in der Mikrowelle backt
- Laboranalysen bescheinigen den Keksen hohe Sicherheit und guten Geruch
- Aktuelle Hürden sind hohe Produktionskosten von etwa 51 Euro pro Kilo
- Die Technologie könnte auch in Katastrophengebieten genutzt werden
Siehe auch:
- Mondmission verschoben: Wetter bremst Chinas große Raumfahrt-Pläne
- Erfolgreicher Angriff: Raumfahrt kann die ESA besser als IT-Security
- Raumfahrt: China schließt auf und könnte die USA schon bald überholen
- Briten schaffen ihre Raumfahrt-Agentur nach nur 15 Jahren wieder ab
- Neue Origami-Muster könnten Raumfahrt-Technologie revolutionieren
Thema:
Beliebt im Preisvergleich
Neue 3D-Drucker Downloads
Videos zum Thema 3D-Drucker
- Tripo3D im Test: Von der Idee zum 3D-Druck mit Hilfe eines KI-Tools
- Bambu Lab A1 Mini: Kompakter 3D-Drucker zum kleinen Preis im Test
- Relief-Druck auf alles Mögliche: UV-Drucker EufyMake E1 ausprobiert
- Wecreat Vision: Laser-Cutter und Gravierer für Einsteiger im Test
- AnkerMake M5 im Test: Smarter 3D-Drucker mit einigen Finessen
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Premiere im Seekrieg: Erstmals versenkt ein Drohnen-Boot ein anderes
- 'Shop the Scene': Prime Video macht jeden Film zur Dauerwerbesendung
- Phishing: Angreifer erbeuten hochsensible Daten von Neobank-Kunden
- Windows 11: Unfassbar simpler 'Trick' erlaubt Setup mit lokalem Konto
- Windows 11: Microsoft streicht Funktion für lokale PC-zu-PC-Migration
- Windows Recovery: Microsoft startet 6 neue Updates für Windows 11
- Nur noch heute: Frische Weekend-Deals bei Media Markt & Saturn
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen