Bambu Lab A1 Mini: Kompakter 3D-Drucker zum kleinen Preis im Test

Beim Bambu Lab A1 Mini handelt es sich um einen sehr kompakten 3D-Drucker. Er versucht einen kleinen Formfaktor mit einem niedrigen Einstiegspreis zu kombinieren. Allerdings müssen dafür einige Abstriche in Kauf genommen werden: Der Lieferumfang wirkt nicht ganz durchdacht und die Kamera ist kaum zu gebrauchen. Unser Kollege Timm Mohn ging sogar so weit, eine externe Kamera zur Beobachtung des 3D-Druckers aufzustellen. Die Druckqualität hingegen kann den Gesamteindruck retten.

Der A1 Mini kommt größtenteils vormontiert beim Kunden an. Wer vor ein paar Jahren mit einem Anycubic i3 Mega angefangen hat, wird merken, wie wenig beim A1 Mini zu montieren ist. Zu den wenigen Teilen, die noch verschraubt werden müssen, gehört unter anderem die Abschneidevorrichtung für das PLA. Hier wird später auch kurzzeitig PLA gesammelt, während der Drucker den Materialfluss prüft. Auch der Spulenhalter wird festgeschraubt, wobei dieser für viel Kopfzerbrechen sorgt: bei jedem Druckbeginn löst sich das PLA von der Spule und gefährdet damit den Druck. Eine kurze Recherche zeigt, dass auch viele andere Nutzer von diesem Problem betroffen sind.
Bambu Lab A1 Mini Bambu Lab A1 Mini Bambu Lab A1 Mini
Direkt zu Beginn der Einrichtung werden die Sprache festgelegt und das WLAN-Passwort eingegeben. Allerdings ist die Tastatur auf dem Druckerbildschirm ziemlich klein und die Reaktion des Touchscreens auf Eingaben durchaus träge. Optional kann man sich während der Einrichtung direkt bei seinem Bambu-Lab-Account anmelden. Anschließend folgt eine erstmalige Kalibrierung, die ungefähr acht Minuten dauert.

Gutes Druckergebnis

Zu jedem neuen Drucker gehört ein Modell: ein Benchy. Bambu Lab liefert einige Modelle auf der SD-Karte mit. Das ausgewählte Benchy benötigt etwa zwölf Minuten und kann auf den ersten Blick überzeugen. Was nicht überzeugen kann, ist die Kamera: Diese speichert Videos im AVI-Format und produziert entsprechend große Dateien.

Teils wirkt es, als hätte Bambu Lab den Lieferumfang nicht ganz zu Ende gedacht: Nach einer Filamentflusskalibrierung wirft der 3D-Drucker den Abfall einfach ab. Im schlimmsten Fall landet er so auf dem Boden oder in schlecht erreichbaren Ecken. Bei einem Markenprodukt erwartet man so etwas eigentlich nicht. Erfreulicherweise gibt es rund um den A1 Mini eine große Community, die diese Defizite ausgleicht. Für den A1 Mini gibt es jede Menge Zubehör, das selbst gedruckt werden kann. Dazu gehört unter anderem ein Abfalleimer für das PLA, das beim Flow-Test abgeschnitten wird. Über den Browser kann die STL-Datei direkt in Bambu Studio eingefügt und im Anschluss gedruckt werden.

Bambu Lab A1 MiniBambu Lab A1 MiniBambu Lab A1 MiniBambu Lab A1 MiniBambu Lab A1 MiniBambu Lab A1 Mini

Der Bambu Lab A1 Mini ist ein kompakter 3D-Drucker, der sich bis auf wenige, sehr unnötige Fehler nicht vor anderen Druckern verstecken muss. Beim Hersteller selbst wandert der 3D-Drucker für 189 Euro über die virtuelle Ladentheke.

Mehr von Timm: Nerdbench auf YouTube