OpenAI: Die Klage von Apple ist "durch und durch verdorben"

OpenAI wehrt sich gerichtlich gegen schwere Vorwürfe von Apple. Der iPhone-Konzern klagt wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen durch abgeworbene Ingenieure. Die ChatGPT-Macher fordern nun aber die Abweisung der Klage.
Sam Altman, Köpfe, Heads, OpenAI CEO

    OpenAI kontert Vorwürfe von Apple

    Der ChatGPT-Entwickler hat bei einem Bundesgericht in Kalifornien die Abweisung der Klage von Apple beantragt und meint, dass diese "durch und durch verdorben" sei. Der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino hatte dem KI-Unternehmen im Juli 2026 vorgeworfen, gezielt Geschäftsgeheimnisse durch abgeworbene Mitarbeiter gestohlen zu haben. In der eingereichten Erwiderung weist das beklagte Unternehmen die Anschuldigungen nun als vollkommen haltlos zurück.

    Der Hersteller des iPhone wirft seinem ehemaligen Partner vor, vertrauliche Dokumente entwendet zu haben, um eigene Projekte für Hardware voranzutreiben. Im Zentrum des Konflikts stehen ehemalige Apple-Entwickler, die zu OpenAI gewechselt sind. Laut der Klageschrift sollen diese unrechtmäßig auf interne Dateien zugegriffen haben. Das beklagte Unternehmen stellt den Sachverhalt grundlegend anders dar.


    Wie The Verge berichtet, argumentiert die Verteidigung, dass es sich bei den vermeintlichen Geheimnissen um generische Informationen zur Entwicklung von Produkten handle. Apple habe zudem keine angemessenen Maßnahmen ergriffen, um das angebliche Wissen zu schützen. Ein beschuldigter Hardware-Ingenieur habe nicht spioniert, sondern lediglich ehemaligen Kollegen auf deren Bitte hin bei der Arbeit geholfen.

    Vorwand für eigene Schwächen

    Die Anwälte von OpenAI werfen dem Konkurrenten in ihrem Antrag vor, den Rechtsstreit nur als Vorwand zu nutzen. Apple versuche damit, eigene Probleme bei der Integration von Künstlicher Intelligenz zu verdecken. Zudem diene das juristische Vorgehen dazu, Schwächen auf dem Arbeitsmarkt für Fachkräfte zu überspielen und den legitimen Wechsel von Personal zu unterbinden.

    Ein Urteil zugunsten einer weiten Auslegung von Geschäftsgeheimnissen würde Unternehmen ein starkes Werkzeug geben, um die Mobilität von Mitarbeitern nach einer Kündigung einzuschränken. Gewinnt hingegen die Gegenseite, stärkt das die Freiheit der Angestellten, ihr allgemeines Fachwissen zu neuen Arbeitgebern mitzunehmen.

    Entscheidung im Oktober

    Bei solchen Verfahren drohen in der Regel hohe Schadensersatzforderungen. Zudem hat Apple eine einstweilige Verfügung beantragt, die OpenAI die Nutzung der fraglichen Informationen untersagen soll. Eine erste Anhörung zu dem Antrag auf Klageabweisung ist für den 1. Oktober angesetzt.

    Wie bewertet ihr den juristischen Streit der beiden Tech-Unternehmen? Begrüßt ihr den harten Schutz von Firmenwissen oder seht ihr die freie Jobwahl in Gefahr? Schreibt es in die Kommentare!

    Zusammenfassung
    • OpenAI beantragt Abweisung einer Klage von Apple wegen Spionage
    • Apple wirft OpenAI Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor
    • Ehemalige Apple-Entwickler sollen Daten entwendet haben
    • OpenAI sieht die Vorwürfe als haltlos und als Vorwand an
    • Der Prozess beeinflusst die zukünftige Mobilität von Angestellten
    • Eine erste Anhörung vor Gericht ist für den 1. Oktober geplant

    Siehe auch:


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