Ex-Apple-Chef: OpenAI ist Apples erster echter Rivale seit Jahrzehnten
OpenAI sei "der erste wirkliche Wettbewerber, den Apple seit vielen Jahrzehnten" habe, erklärte der frühere Apple-Chef John Sculley. Der Konzern stehe durch die Entwicklungen im KI-Bereich massiv unter Druck.
"In der agentischen Ära werden wir keine Vielzahl von Apps mehr brauchen. Intelligente Agenten erledigen das für uns", sagte Sculley. Der Übergang werde auch das Geschäftsmodell vieler Technologieunternehmen verändern: weg vom einmaligen Verkauf von Produkten, hin zu abonnementbasierten Diensten. Kunden zahlten künftig "solange, wie sie den Service benötigen", was laut Sculley ein nachhaltigeres Modell sei.
Tatsächlich hinkt Apple im KI-Bereich derzeit hinter anderen Technologiekonzernen wie Google, Amazon, Meta und OpenAI her. Während diese regelmäßig neue Modelle und Funktionen präsentieren, kämpft Apple Berichten zufolge mit Verzögerungen, etwa bei der geplanten Neuausrichtung seines Sprachassistenten Siri, die sich in diesem Jahr verschoben hat.
Sculley leitete Apple von 1983 bis 1993 und brachte zuvor als Marketingchef bei Pepsi-Cola die berühmte "Pepsi Challenge" auf den Weg, bei der erstmals direkte Vergleichstest für die Werbung genutzt wurden. In seiner Zeit bei Apple stand er häufig im Konflikt mit Mitgründer Steve Jobs, der das Unternehmen 1985 verließ und 1997 zurückkehrte, um später erneut die Führung zu übernehmen.
Siehe auch:
App-Ära ist vorbei
Auf der Technologiekonferenz Zeta Live in New York erklärte der inzwischen 86-jährige Sculley laut Business Insider, dass ein Nachfolger des derzeitigen Apple-Chefs Tim Cook das Unternehmen in eine neue Ära führen müsse: Von der "App-Ära" in das Zeitalter der "agentischen KI". Diese bezeichnet Systeme, die selbstständig handeln und komplexe Aufgaben im Auftrag ihrer Nutzer ausführen können."In der agentischen Ära werden wir keine Vielzahl von Apps mehr brauchen. Intelligente Agenten erledigen das für uns", sagte Sculley. Der Übergang werde auch das Geschäftsmodell vieler Technologieunternehmen verändern: weg vom einmaligen Verkauf von Produkten, hin zu abonnementbasierten Diensten. Kunden zahlten künftig "solange, wie sie den Service benötigen", was laut Sculley ein nachhaltigeres Modell sei.
Tatsächlich hinkt Apple im KI-Bereich derzeit hinter anderen Technologiekonzernen wie Google, Amazon, Meta und OpenAI her. Während diese regelmäßig neue Modelle und Funktionen präsentieren, kämpft Apple Berichten zufolge mit Verzögerungen, etwa bei der geplanten Neuausrichtung seines Sprachassistenten Siri, die sich in diesem Jahr verschoben hat.
Jony Ive als Marker
Bemerkenswert sei laut Sculley zudem, dass Apples früherer Designchef Jony Ive inzwischen bei OpenAI tätig ist. Das Unternehmen hatte Ives Hardware-Start-up Anfang des Jahres für über sechs Milliarden Dollar übernommen. Ive, der maßgeblich für die Gestaltung des iMac, iPod, iPhone und iPad verantwortlich war, kündigte an, mit OpenAI-Geräten einige der Probleme lösen zu wollen, die Smartphones und Tablets ursprünglich mit sich gebracht hätten. "Wenn jemand in der Lage ist, diese kreative Dimension in die Welt der Sprachmodelle zu bringen, dann ist es Jony Ive - gemeinsam mit Sam Altman", sagte Sculley.Sculley leitete Apple von 1983 bis 1993 und brachte zuvor als Marketingchef bei Pepsi-Cola die berühmte "Pepsi Challenge" auf den Weg, bei der erstmals direkte Vergleichstest für die Werbung genutzt wurden. In seiner Zeit bei Apple stand er häufig im Konflikt mit Mitgründer Steve Jobs, der das Unternehmen 1985 verließ und 1997 zurückkehrte, um später erneut die Führung zu übernehmen.
Zusammenfassung
- Ex-Apple-Chef sieht in OpenAI den ersten echten Wettbewerber seit Dekaden
- John Sculley fordert Wandel von der App-Ära zur Zeit der agentischen KI
- Künftige KI-Agenten könnten zahlreiche Apps überflüssig machen
- Apple hinkt im KI-Bereich hinter Google, Amazon, Meta und OpenAI hinterher
- Apples ehemaliger Designchef Jony Ive arbeitet inzwischen für OpenAI
- Sculley leitete Apple von 1983 bis 1993 und stand im Konflikt mit Steve Jobs
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